Kinderbetreuung

Stadt unterstützt Weiterbildung von Kinderpflegerinnen

Olching – Die Stadt setzt im Kampf um Fachkräfte für die Kinderbetreuungseinrichtungen jetzt auf Weiterbildung. Der Bildungs- und Sozialausschuss billigte in seiner jüngsten Sitzung den Vorstoß der Rathausverwaltung, künftig die Kosten für Qualifizierungsmaßnahmen von Kinderpflegerinnen zu übernehmen.

Bei der konkreten Qualifizierungsmaßnahme handelt es sich laut Verwaltung um eine neunmonatige berufsbegleitende Weiterbildung. Nach bestandener Prüfung werden die Kinderpflegerinnen nicht mehr als Ergänzungskraft bewertet, sondern als Fachkraft anerkannt. Sie dürfen sich allerdings nicht Erzieherin nennen.

Die Verwaltung schlägt nun vor, die Kinderpflegerinnen nicht nur für die rund 30 Seminartage innerhalb der Weiterbildung freizustellen, sondern auch die Kosten von 3850 Euro zu gewähren. Im Gegenzug sollen sich die Mitarbeiterinnen vertraglich dazu verpflichten, sich für mindestens zwei Jahre an die Stadt Olching zu binden. Auch Fachkräfte, die sich bei der Stadt bewerben und die Qualifizierungsmaßnahme auf eigene Kosten kürzlich durchlaufen haben, sollen diese erstattet bekommen, wenn hierdurch ihre Arbeitgeberauswahl zugunsten Olchings zu beeinflussen ist.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Stadt stünden nicht nur mehr der begehrten und dringend gebrauchten Fachkräfte zur Verfügung, es wäre womöglich auch etwas mehr personelle Kontinuität zu erwarten.

„Sie kennen die extrem angespannte Situation in diesem Bereich“, betonte Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Er warb deshalb für den Vorschlag der Verwaltung. „Das würde uns gut anstehen.“ Manfred Fratton (Grüne) wollte wissen, ob diese zur Fachkraft weitergebildeten Kinderpflegerinnen dann auch den im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz formulierten Anforderungen genügen, da sie ja keine Erzieherinnen seien. Diese Frage konnte die Verwaltung mit Ja beantworten.

stefan weinzierl

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