Spd fordert bessere Pflege und Beseitigung der Hindernisse

Stolperfallen in den Olchinger Amperauen

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Joggen, radfahren, spazierengehen: Die Olchinger Amperauen sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Doch auf manchen Wegen lauern gefährliche Stolperfallen. Davon ist zumindest die SPD überzeugt und hat einen Antrag zur besseren Pflege der Flusslandschaft gestellt. Ein Spaziergang.

Olching – Morgens gegen 9 Uhr. Kaum jemand ist auf dem schmalen Weg zwischen den beiden Amperbrücken in Geiselbullach und Neu-Esting unterwegs. Nur vereinzelt trifft man auf Jogger und Gassigeher. Der Trampelpfad, der in Fließrichtung links von der Amper verläuft, ist keine der Hauptverbindungen durch die Auen, das sieht man sofort. „Er gibt aber trotzdem viele, die dort spazierengehen“, sagt Marina Freudenstein, SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat. Erst neulich habe sie einen Opa beobachtet, der mühevoll den Kinderwagen über einen querliegenden Stamm habe hieven müssen. „Das kann es nicht sein.“

Doch quer über den Pfad oder in den Weg ragende Bäume, die dort teilweise schon länger liegen, sind nicht die einzigen Hindernisse in den Amperauen. An manchen Stellen ragen abgesägte Eisenrohre aus dem Boden. Unter dem Laub sind sie

teilweise nur schlecht zu sehen. Die Rohre sind die Überreste von Schildern, die dort einst standen, erklärt Freudenstein. „Die gehören hier einfach nicht hin, die könnte man leicht entfernen.“ Vor allem im Sommer, wenn man Sandalen anhat und sich dort stößt, könne man sich schnell daran verletzen. „Das sind alles gefährliche Stolperfallen, vor allem wenn es dämmrig ist, und man nicht mehr gut sieht“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende.

Ausgespülte oder abgerutschte Uferbereiche sind den Genossen ebenfalls ein Dorn im Auge. „Die sind beim nächsten Hochwasser weg“, ist Freudenstein überzeugt. „Wir wollen auch wissen, ob, und wenn ja, wie man die Amper in ihrem Bett besser schützen kann.“

Deshalb, vor allem aber, um die Stolperfallen zu beseitigen, fordert die SPD eine bessere Pflege der Amperauen. „Wir wollen keinen ausgebauten Wanderweg, sondern nur, dass ein gefahrloses Begehen der Wege möglich ist“, erklärt Freudenstein. „Dass ist eine Frage der Bürgerfreundlichkeit und auch der Sicherheit.“

Doch das ist gar nicht so einfach. Denn weite Teile der Flusslandschaft sind FFH-Gebiet und besonders geschützt. Deshalb könne die Stadt nicht einfach den Bauhof zum Aufräumen dorthin schicken. Diese Auskunft habe sie zumindest vom Bürgermeister erhalten, sagt Freudenstein. Denn die Stadt sei für die Auen nicht zuständig, sondern der Freistaat beziehungsweise die Untere Naturschutzbehörde. In ihrem Antrag fordert die SPD, dass die Stadt mit der Naturschutzbehörde in Kontakt treten und klären soll, wie die Pflege und das gefahrlose Betreten der Wege entlang der Amper gewährleistet werden kann. Mit dem Ansinnen wird sich der Stadtentwicklungsausschuss in seiner morgigen Sitzung beschäftigen.

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