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In Olching

Streit um das Energieforum

Der Stadtentwicklungsausschuss hatte vor einem Jahr noch einstimmig die Einrichtung eines Energieforums beschlossen. Im Hauptausschuss kam nun von CSU und Freien Wählern heftiger Widerspruch gegen ein solches Forum.

Olching –  Die Mehrheit des Gremiums sprach sich aber mit 7:4 Stimmen dafür aus, dieses in Form einer Interessengemeinschaft einzurichten.

Das Forum will sich für die lokale Energiewende engagieren, Energie- und Klimaschutz fördern sowie Projekte zur Umsetzung koordinieren. Tomas Bauer (CSU) stimmte zwar für das Forum, äußerte aber seine Skepsis. Er war überzeugt: „Ein Großteil läuft bereits“, auch auf Landkreisebene. Bauer legte daher Wert darauf, dass Doppelarbeiten vermieden werden sollen, ebenso die Wahrnehmung von Aufgaben und Aktionen der Energiewirtschaft des Landes und des Bundes. Er wehrte sich auch dagegen, dass das Forum langfristig zu einem Verein werden soll.

Dieses wurde dann auch nicht beschlossen. „Erst wenn es wirklich läuft, macht es Sinn, das Forum in einen Verein zu überführen“, stellte Bürgermeister Andreas Magg (SPD) fest.

Andreas Hörl (CSU) war dagegen überzeugt: „Wir brauchen so etwas nicht. Das ist einfach nur ein Schmarrn.“ Sämtliche Ziele seien bereits verwirklicht. Gäbe es Bedarf, hätte sich längst ein Verein gegründet. „Wir verschwenden Steuergelder.“ Alois Waltl stimmte zu: „Wir haben scheinbar zu viel Geld und wissen nicht, wohin damit.“

Bauer störte sich daran, dass das Energieforum für eine Auftaktveranstaltung 5000 Euro für ein Catering vorgesehen hat. Dies kritisierte auch Josef Gigl (FWO): „5000 Euro verfressen und versaufen.“ Doch Magg versicherte, dazu werde es nicht kommen. Beschlossen wurde dann, die Beschäftigung des Forums mit sich selbst auf das notwendige Maß zu beschränken.

Marina Freudenstein (SPD) dagegen will dem Forum eine Chance geben – „wir müssen verantwortlich mit Energie umgehen“. Und Ingrid Jaschke (Grüne) stellt sich vor, mit Hilfe des Forums könnten örtliche Unternehmen unterstützt werden. Mitglieder des Forums sind der Bürgermeister oder sein Vertreter, sechs Stadtratsvertreter, je ein Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, des örtlichen Gewerbes, der Agenda-21-Gruppe und sechs weitere Bürger, die Erfahrung im lokalen Klimaschutz und Energieeffizienz haben. Als erster Wettbewerb ist ein Heizungspumpenaustausch angedacht. Dazu wird die älteste Heizungspumpe Olchings gesucht, deren Austausch dann anteilig finanziert werden soll.(sus)

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