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Wie soll die Fassade aussehen? An dieser Stelle entsteht die neue Grundschule Grasslfing. 

Olching

Streit um Gestaltung der neuen Grundschule

Die Innen- und Außengestaltung der Graßlfinger Grundschule wurde jetzt dem Stadtrat vorgestellt. Über die vorgeschlagenen Materialien herrschte Einigkeit. Ein Streit entbrannte jedoch über das nicht zur Wahl stehende Farbkonzept.

Olching – Das Geld steht bereit. Der Neubau und die Sanierung der Grundschule Graßlfing kann losgehen. Jetzt geht es nur noch um die Details. Im Bauausschuss stellten die Architekten und Landschaftsplaner Materialien und Konzepte vor, wie es an der Schulstraße in Graßlfing zukünftig aussehen könnte. Nicht alles stieß auf Zustimmung.

Besonders die Farbgestaltung des Neubaus sollte zum Stein des Anstoßes werden. Denn im vorgestellten Konzept des Architekturbüros bh aus München, ist eine Farbe vorherrschend: Grau. Die aus Holzbauelementen bestehende Fassade soll im Erdgeschossbereich mit vertikal geriffelten Faserzementplatten verkleidet werden. Darüber will man glatte Platten anbringen, um etwas Kontrast zu schaffen.

Farbe kommt erst bei der Gestaltung der Fenster ins Spiel. Hier sollen farbige Metallelemente verbaut werden. Besonders die Absturzsicherung mit halbdurchsichtigen Metallgittern auf ganzer Fensterhöhe sollen bunt werden. Doch ein Gefängnisgefühl wird nicht aufkommen: Die Gitter sind, zumindest in der frontalen Draufsicht, kaum zu sehen. „Die sind wie Fliegengitter“, erklärte Bauamtsleiter Markus Brunnenhuber. Schulleiterin Cathrin Theis zeigte sich jedoch wenig begeistert von der Wandgestaltung. „Ich bin enttäuscht. Wir hatten uns eine farbenfrohe Fassade gewünscht.“ Die Kinder sollen mit einem positiven Gefühl in die Schule gehen und das schaffen vor allem starke Farben, so Theis. Auch dass sie und der Elternbeirat erst vergangenen Freitag von den Plänen erfahren haben und nicht eingebunden wurden, stört die Schulleiterin.

Bürgermeister Andreas Magg (SPD) versuchte gleich zu entschärfen. Die vorgestellten Farben seien nicht beschlossen und die glatten Zementplatten gäbe es auch in Bunt. Doch Stadtrat Robert Meier (CSU) warnte: Zu bunt solle es auch nicht werden. „Man könnte sich auf zwei Farben einigen. Eine für die Fenster, eine für die Fassade.“ Landschaftsarchitekt Michael Heintz stimmte zu. „Die Schule muss sich im Vergleich zur Umgebung zurücknehmen.“

Auch dass zu viele Leute mitreden wollen, gefiel Meier nicht. Der Elternbeirat sei bei Beendigung der Bauarbeiten ohnehin nicht mehr da und wir (als Stadtrat) seien gewählt worden, solche Entscheidungen zu treffen. Alois Waltl von den Freien Wählern unterstützte Meier: „Wer zahlt, schafft an.“

Waltl gefielen außerdem die vorgestellten, geriffelten Faserzementplatten nicht. Wenn da einer drauf rumschmiert, wären sie schwer zu reinigen. Das Problem mit der Entfernung von Graffiti gab es ja bereits an der Mittelschule, so Waltl. Rathauschef Magg fragte daraufhin bei den Architekten nach, ob man beschmierte Platten nicht einfach austauschen könnte und wie teuer das käme. Die Verkleidungselemente könnten schnell und kostengünstig ausgetauscht werden, bekam er als Antwort.

Um einen Kompromiss im Farbenstreit zu erreichen schlug Magg am Ende der Diskussion vor, dass sich doch Schulleiterin Theis und die Architekten zusammensetzen sollen, um ein Farbkonzept zu erarbeiten, dass allen zusagt. Die Gestaltungspläne und Materialien wurden dann einstimmig vom Stadtrat abgenommen.

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