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Südwestumfahrung Olching: Genehmigung noch heuer?

Es ist ruhig geworden um die Trasse, die den Verkehr durch Olching mindern soll. Dabei laufen die Planungen auf Hochtouren. Dass die Südwestumfahrung sicher kommt, steht für Vize-Bürgermeisterin Maria Hartl fest. Sie rechnet noch 2019 mit der Genehmigung. Die Auswirkungen bekommt auch Gröbenzell zu spüren.

Olching/Gröbenzell – Über ein Jahr ist es her, dass der Widerstand gegen die Südwestumfahrung wieder hochkochte. Wortführer war der Gröbenzeller Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Runge. Es bildeten sich Initiativen gegen die Trasse. Dabei hatte diese sämtliche gerichtliche Instanzen durchlaufen. Eigentlich.

Doch ein Fehler bei der Berechnung der Überschwemmungsgebiete in Eichenau, Gröbenzell und Olching mischte die Karten neu. Die über 25-jährige Geschichte erhielt ein weiteres Kapitel. Seitdem wurde eine neue Kartierung der Hochwasser-Schutzgebiete ausgearbeitet, erste Ergebnisse sind vor Kurzem durchgesickert. Fest steht: Das hat auch Auswirkungen auf zwei Straßen, die Südwestumfahrung und die Staatsstraße zwischen Lochhausen und Gröbenzell.

Die neuen Bedingungen führten dazu, dass mit dem Bau der Südwestumfahrung nicht wie geplant längst begonnen werden konnte. Trotzdem zeigte sich Bürgermeister Andreas Magg (SPD) noch im März 2018 zuversichtlich, sprach von einem „baldigen Baubeginn“. Der Freistaat Bayern müsste nur noch die Grundstücke entlang der Trasse erwerben. Die Gegner nutzten hingegen die Gelegenheit prompt, das Vorhaben, das ihrer Meinung nach nun erst recht nicht mehr wirtschaftlich sei (neben diversen weiteren Kritikpunkten), zu kippen.

Das ist keine Option, wie Vize-Bürgermeisterin und Trassen-Verfechterin Maria Hartl nun bei der Nominierung des CSU-Bürgermeisterkandidaten betonte. Sie geht davon aus, dass bereits Ende des Jahres das Okay der Regierung von Oberbayern für eine Planänderung vorliegt. Sie versicherte: „Die Straße kommt definitiv.“ Es sei nur eine Frage der Zeit. Die neue Hochwassersituation mache ein Planänderungsverfahren notwendig, berichtete Hartl. Doch es liege nichts vor, „was nicht leicht behoben werden kann“. Allerdings müssten wohl zusätzliche Durchlässe im Überschwemmungsgebiet geschaffen werden.

Aus der zuständigen Behörde kommen hingegen weniger konkrete Aussagen: Jörg Oelschlegel vom staatlichen Bauamt in Freising erklärt auf Tagblatt-Anfrage: „Die Berechnungen laufen noch.“ Er berichtet, aufgrund der aktuellen Randbedingungen werde derzeit geprüft, ob Änderungen bezüglich der Planung notwendig sind. Erst wenn dies der Fall sei, müsse ein Planänderungsverfahren durchgeführt werden. Wie viel Zeit dies beansprucht, sei davon abhängig, wie groß die Änderungen ausfallen. Er betont aber: „Wir haben großes Interesse, dass es so zügig wie möglich geht.“

Fokus auf Olching

Auch der Ausbau der Staatsstraße zwischen Gröbenzell und Lochhausen, die von derzeit 5,50 auf acht Meter verbreitert werden soll, hat sich verzögert. Zu prüfen sei hier laut Bauamt, ob die Brücke über den Erlbach ausreichend dimensioniert ist. Für dieses Vorhaben hätten die Berechnungen allerdings noch gar nicht begonnen: „Wir haben uns bisher auf Olching konzentriert.“ (sus)

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