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Betroffen sind vor allem Hasen.

Das Veterinäramt warnt

Tote Tiere bei Olching gefunden: Es ist die Hasenpest

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Bei Olching tritt die Hasenpest auf. Zwei tote Tiere sind bereits positiv auf die Bakterien getestet worden, am Mittwoch kam ein Verdachtsfall dazu, der jetzt untersucht wird. Das Landratsamt warnt nun davor, tote Tiere anzufassen oder Hunde in deren Nähe zu lassen

Olching - Die beiden ersten toten Tiere waren unlängst von Jägern gemeldet worden. Tests ergaben, dass sie wirklich an Tularämie litten, wie die Hasenpest korrekt heißt. Das erklärte ein Sprecher des Fürstenfeldbrucker Veterinäramts am Mittwoch auf Anfrage. Die Untersuchung des dritten Tieres im Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit werde nun etwa zwei Wochen dauern. Weil es aber ungewöhnlich ist, dass ein toter Hase auf freiem Feld liegt und weil die beiden bestätigten Fälle wie der neue aus Olching stammten, werde vor der Hasenpest gewarnt. Das tut das Amt nur dann, wenn eine gewisse Häufung auftritt. 

Hasenpest ist eine bakterielle Erkrankung 

Fälle von Hasenpest gebe es immer wieder, sagte der Sprecher. Auch im Landkreis sei es nicht das erste mal. Er rät dazu, mehr Vorsicht zu üben als üblich und tote Tiere nicht anzufassen. 

Bei der Hasenpest handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die vor allem bei wildlebenden Tieren vorkommt. Menschen können sich vor allem bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen beziehungsweise beim Umgang mit Kadavern infizieren, besonders beim Enthäuten und Ausnehmen erlegten Wildes. Die Tularämie des Menschen sei daher in erster Linie eine Berufskrankheit von Jägern, aber auch von Köchen, Metzgern, Tierärzten und seltener von Landwirten. 

Hasenpest: So steckt man sich an 

Auch kann es saisonal zu einer Häufung von Tularämieerkrankungen beim Menschen kommen, abhängig von der Aktivität im Freien (Campen, Wandern) und der dadurch möglichen Übertragung durch Mücken- und Zeckenstiche. In Einzelfällen ist auch eine Infektion über unzureichend erhitzte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Wasser möglich. Ebenso wurden bereits Infektionen über Bissverletzungen und Einatmen infektiösen Staubes beschrieben. Schon wenige Erreger genügen bei Mensch und Tier, um sich anzustecken. Abhängig von Infektionsdosis, Infektionsweg und der Gefährlichkeit des Erregerstammes beträgt die Inkubationszeit bis zum Auftreten möglicher Symptome der Hasenpest beim Menschen zwischen einem und 14 Tagen. In der regel sind es drei bis fünf Tage.

 Antibiotika helfen gegen Hasenpest

Beim Menschen äußert sich die Tularämie je nach Infektionsweg und Erregerstamm sehr unterschiedlich. Zumeist werden Fieber, Lymphknotenschwellungen, Schüttelfrost, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen beobachtet. Durch Einatmen des Erregers kann es zu Husten, Brustschmerzen, Atemstörungen mit Atemnot, Schweißausbrüchen, Übelkeit und Erbrechen und in seltenen Fällen zu einer Lungenentzündung kommen. Bei einer Infektion über den Verdauungstrakt sind Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens, Schwellungen der Halslymphknoten sowie ggf. Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfälle die Folge. Bei rechtzeitiger, gezielter Antibiotikatherapie können die eher seltenen schweren Krankheitsverläufe in der Regel vermieden werden. 

Mehrere Hasenpest-Fälle in Freising

Zuletzt war es im Landkreis Freising zu einem vermehrten Auftreten der Hasenpest gekommen. Dort steckte sich sogar ein Mensch an. 

So schützt man sich vor der Hasenpest

 Dazu wird geraten: In freier Natur gefundene verendete Feldhasen oder Wildkaninchen sollten keinesfalls berührt werden, auch nicht deren Ausscheidungen und Blut. Wer ein totes Tier findet, sollte den Jagdrevierbesitzer oder die Polizei informieren. Jäger sollten beim Umgang mit erlegten Feldhasen oder Wildkaninchen Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen sowie sich nach der Arbeit die Hände gründlich reinigen und desinfizieren.

Hasenpest erkennen Beim Aufbrechen von Feldhasen und Wildkaninchen ist auf bedenkliche Merkmale wie Milz-, Leber- oder Lymphknotenschwellungen zu achten. Im Verdachtsfall ist ein amtlicher Tierarzt hinzuziehen. Das Wildbret darf nicht als Lebensmittel verwendet werden. Die Tierkörper sollten für eine weitere Untersuchung zur Verfügung gestellt werden.

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