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Tierische Unterstützung haben sich die Gegner der Olchinger Südwestumfahrung mit Mops Rosalie geholt.

Freie Wähler wollen nicht aufgeben

Umgehung: Protest mit Mops und Aiwanger

In ihrem Kampf gegen die Südwestumfahrung von Olching haben sich die Aktivisten prominente Unterstützung geholt.

Olching –Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der Freien Wähler (FW), kam am Donnerstagvormittag zu einer Kundgebung der Kritiker des Projekts. Und der FW-Chef tat, was von ihm erwartet wurde. Offenkundig bereits voll im Wahlkampf-Modus für die Landtagswahlen, sicherte er den Umfahrungsgegnern seine Unterstützung zu. „Ich werde in München Druck aufbauen“, erklärte der Niederbayer.

Die rund 50 Demonstranten machten auf einer Wiese, an der Roggensteiner Straße, wo die neue Straße einmal abzweigen soll, klar, dass für sie der Kampf gegen das Projekt noch lange nicht vorbei ist. Viele von ihnen hatten Protestschilder dabei, manche auch ihre Hunde. Vierbeinerin Rosalie musste dabei als „Demomops“ herhalten – schließlich soll die neue Trasse auch durch ihr Gassi-Revier führen.

Für den prominenten Mitstreiter aus dem Landtag hatte Rosalie nur ein leises „Wuff“ übrig, die zweibeinigen Demonstranten begrüßten den FW-Chef hingegen mit lautem Applaus. Ganz Wahlkämpfer ließ Aiwanger bei seinem Auftritt keine Chance ungenutzt, auf die Fehler der CSU-geführten Staatsregierung hinzuweisen. „Hier ist bewusst mit falschen Zahlen hantiert worden“, sagte Aiwanger. Er werde sich dafür einsetzen, das von den Gegnern so kritisierte Kosten-Nutzen-Verhältnis für die neue Straße noch einmal überprüfen zu lassen.

Aiwanger sah durch das Projekt nicht nur Natur, Hochwasserschutz und Steuergelder in Gefahr. Die Vorgehensweise bei der Planung sorge zusätzlich noch für Politikverdrossenheit. „Es geht hier auch um die Glaubwürdigkeit des Staates“, so Aiwanger. (tog)

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