Vor gut vier Jahren wurde der Nöscherplatz fertig gestellt. Dessen Umgestaltung war sozusagen der erste Schritt zur Neugestaltung der Stadtmitte. Foto: archiv

Die Stadtmitte

Visionen für Olchings Mitte

Olching – Ein Kulturzentrum am Mühlbach, ein Bürgerzentrum samt Rathaus: Das alles könnte in Olchings Stadtmitte entstehen. Ganz neu sind die Ideen allerdings nicht.

„Es ist eine gewisse Mischung aus Wunschkonzert und Zusammentragen von Ideen“, sagte Bauamtsleiter Markus Brunnhuber, als er diese im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte. Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht, aber innerhalb des nächsten Jahrzehnts, zumindest aber innerhalb der nächsten Generationen, soll in Olching eine richtige Stadtmitte entstehen.

Diese umfasst etwa das Gebiet zwischen Roßhaupterplatz und Daxerhof und reicht vom Mühlbach bis zum Alten Friedhof. „Das sollten wir als eine gestalterische Einheit sehen“, erklärte Brunnhuber. Im Bereich des KOM könnte dort, wo jetzt die Remise steht, die Stadtbibliothek untergebracht werden. Auch ein Bürgerzentrum mit Rathaus ist dort geplant – als Mittelpunkt.

Ein Rathaus-Neubau war in den Diskussionen stets im Bereich der Paulusgrube verortet gewesen. Doch dort gibt es Probleme. Die Eigentumsverhältnisse und -wechsel gestalten sich mittlerweile dermaßen schwierig, dass die Stadt von diesem Plan abgekommen ist. Vielmehr beschränkt man sich bei den Entwürfen auf Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten. Flächen für öffentliche Planungen freizuhalten sei nun schwieriger, so Brunnhuber. Ein Busbahnhof wiederum könnte auf einem Areal, das westlich der Hauptstraße liegt, verwirklicht werden.

Die Ideen stießen bei den Ausschussmitgliedern auf breite Zustimmung. Durchweg sprachen sie von interessanten Ideen. Zumal man die Umgestaltung abschnittweise vornehmen könne. Für Ewald Zachmann (FW) ist es „zusätzlich ein Plan in Anführungszeichen“. Der bezeichne den Ist-Zustand sowie dessen Entwicklungspotential. Allerdings erinnerte Zachmann daran, dass das Gebiet am Mühlbach für das Rathaus bereits schon einmal lange vor der Paulusgruben-Diskussion im Gespräch war. Stadtentwicklungsreferent Alfred Münch (SPD) machte eine Reise in die Zukunft: „Das was wir heute beginnen, liegt für einige von uns womöglich nach ihrer Zeit.“

Maria Hartl (CSU) schlug vor, im Rahmen der Stadtmitteplanung auch den Roßhaupterplatz aufzuwerten und die Kreuzung beim Daxerhof mit einen Keisverkehr zu versehen. Ingrid Jaschke (Grüne) wollte beim Standort für Rathaus und Bibliothek nicht mitgehen. Sie schlug außerdem vor, Pfarr- und Fritzstraße in die Stadtmitteplanungen einzubeziehen.

Generell forderten die Räte, die Bevölkerung von Anfang an intensiv mit einzubeziehen. Bürgermeister Andreas Magg (SPD) kündigte an, die Planungen bei den Bürgerversammlungen im Herbst präsentieren zu wollen.  (hk)

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