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Gedränge im Festzelt: Das Olchinger Volksfest ist in der Regel gut besucht. 

Ergebnisse der ersten Besucherbefragung

Das Volksfest – ein Fest für die Olchinger

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Wie zufrieden sind die Olchinger mit ihrem Volksfest? Das wollte die Stadt wissen und hat heuer erstmals eine Umfrage unter den Besuchern durchgeführt. Dabei gab es die ein oder andere Überraschung.

Olching – Das Olchinger Volksfest ist eines der größten im Landkreis. Immer in den Pfingstferien tobt in der Amperstadt der Bär. Auch heuer haben sich wieder geschätzte 15 000 bis 30 000 Besucher vergnügt. Anders als bei so manch anderem Volksfest in der Region, kann man sich in Olching nicht über mangelnde Besucher beklagen. „Der Olchinger ist ein guter Volksfestgänger“, sagte der zuständige Referent Andreas Hörl, als er die Ergebnisse der Umfrage präsentierte.

Ein Spektakel fürFamilien und Freunde

„Das Volksfest ist seit Jahrzehnten ein Familien- und Freundefest“, erklärte Bürgermeister Andreas Magg. Leute, die Olching verlassen haben, machten gerne zur Volksfestzeit einen Heimatbesuch. „Man kann dort einfach und unkompliziert Freunde und Bekannte von früher treffen.“

Auch, dass die Buden in einem Rundkurs aufgebaut sind und nicht im Karree, trage zur Attraktivität bei, so Magg. „Und wir haben auch einen guten Ruf.“ Hörl führte zudem an, dass das Volksfest in die Pfingstferien liegt. Der Feiertag Fronleichnam trage ebenso dazu bei, dass viele Besucher kämen – und nicht zuletzt die Olchinger Vereine, die dort ein kostenfreies Rahmenprogramm anbieten.

Wer kommtzum Volksfest?

Von den 155 Besuchern, die befragt wurden, stammten 88 aus Olching. Aber es kamen auch etliche aus Gröbenzell, Maisach und Emmering. In allen vier Kommunen hatte man das Volksfest auch beworben. Überraschend sei jedoch gewesen, dass auch einige Eichenauer das Fest besucht haben, so Hörl. Dort habe man es aber nicht beworben. Um dieses Besucherpotential zu erschließen, wolle man im nächsten Jahr dort ebenfalls die Volksfestzeitung verteilen.

Die meisten der Besucher kommen mehrmals zum Volksfest – in der Regel mit Freunden oder Familie. „Das hatten wir auch gehofft“, so Magg. Deshalb solle das Volksfest auch weiterhin ein Familienfest bleiben. „Es muss nicht immer lauter, schneller, höher sein.“

Der Großteil der Volksfestgänger ist zwischen 36 und 45 Jahre alt, gefolgt von der Alterskategorie 16 bis 25. „Insgesamt ist es eine gute Durchmischung“, so Hörl.

Wie reisendie Besucher an?

Knapp ein Drittel der Besucher reist mit dem Auto an. „Dass es so viele sind, das hat uns überrascht“, sagte der Volksfestreferent. Probleme mit den Parkplätzen habe es aber nicht gegeben. Hörl hatte auch eine Erklärung parat: „Eventuell sind das Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und deshalb das Auto nehmen.“

Das ÖPNV-Angebot soll aber verbessert werden. Dazu könnte auch die Citybus-Linie beitragen, die Magg einführen möchte. Diese soll vom Olchinger See über das Schwaigfeld und die Hauptstraße zum Volksfestplatz fahren. „Damit könnte man auch während des Volksfestes den Volksfestplatz anbinden“, so der Bürgermeister.

Knapp ein Drittel der Besucher geht zu Fuß. Und viele nutzen auch das Rad.

Wie viel Geldwird ausgegeben?

„Die Leute sind bereit, Geld auszugeben“, sagte Hörl. Der Großteil der Befragten gab zwischen 31 und 50 Euro am Besuchstag aus. Die Mehrheit davon ist wiederum in den Alterskategorien 36 bis 45 und 46 bis 55 Jahre zu finden. „Das zeigt, dass es ein Familienfest ist“, so Hörl. 30 gaben aber auch mehr als 90 Euro aus. Das meiste Geld wird in Essen und Trinken investiert, dann kommen die Fahrgeschäfte.

Wie zufriedensind die Besucher?

Insgesamt sind die Besucher zufrieden. 150 der Befragten entschieden sich für eine der drei positiv vordefinierten Antwortmöglichkeiten (trifft zu, trifft eher zu, trifft teils zu). Dabei nannten 92 den Top-Wert.

Kritik gab es aber beim Bier. 19 waren damit nicht zufrieden – teilweise aus subjektiven Gründen. Einige sagten aber auch, dass das Bier zu warm gewesen sei. Dem sei er nachgegangen, erzählte Hörl. Der Grund sei ein Problem in der Kühlkette gewesen. Beim Wechsel sei ein Fass zu früh vom Kühlwagen gekommen und sei dann in der Sonne gestanden. „Das darf nicht sein“, so der Volksfestreferent.

Die Befragten konnten auch Verbesserungsvorschläge machen. Einige wünschten sich „mehr Bayerisches“. Wie Hörl sagte, wolle man an dem Bayerischen Abend festhalten. Um mehr Besucher als heuer anzulocken, sollen Trachtenvereine in der Region angesprochen werden. Eine Idee ist auch, einen Volkstanz zu veranstalten. Die Vorbereitungen für das nächste Volksfest würden auf jeden Fall schon laufen.

Zur Umfrage: 

ei der Umfrage handelt es sich um keine repräsentative Umfrage, sondern vielmehr um eine Zufallsstichprobe, erkärte Volksfestreferent Andreas Hörl. Insgesamt wurden 156 Besucher befragt, ein Fragebogen konnte nicht ausgewertet werden. Die Umfrage wurde an zwei Tagen durchgeführt: am Tag der Stammtischler (zwischen 16 und 18 Uhr) und am Jugend/Kindertag (zwischen 18 und 20 Uhr). 

Drei geschulte Mitarbeiter der Verwaltung waren dazu auf dem Volksfestplatz unterwegs. Insgesamt mussten die Befragten elf Fragen beantworten. Sie wurden zufällig ausgewählt. Die Resonanz der Leute sei positiv gewesen, so Hörl. „Wir sind mit der Umfrage zufrieden, weil die Besucher zufrieden sind

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