Seit Monaten lagert der mit Asbest verseuchte Schutt unter Planen auf dem Volksfestplatz nahe der Toilettenanlage. Laut Bauamtsleiter Markus Brunnhuber soll das belastete Erdmaterial im Laufe dieser Woche verschwinden. tb-Archiv: Weber

Schuttberge seit Monaten

Volksfestplatz: Asbest wird endlich entsorgt

Olching  - In gut fünf Wochen beginnt das Volksfest auf dem sanierten Festplatz. Dort lagert aber nach wie vor mit Asbest verseuchtes Material. Bis Ende der Woche soll das aber endlich verschwinden.

Bei den Erdarbeiten im Sommer 2015 erlebten die Verantwortlichen der Stadt eine böse Überraschung: nämlich mit Asbest belasteten Bauschutt. Und dass, obwohl man im Vorfeld des Sanierungsprojektes an 55 Stellen Bodenproben genommen hatte, um eben keine unliebsamen Überraschungen erleben zu müssen.

Bei Asbest handelt es sich um einen im vergangenen Jahrhundert äußerst beliebten Werkstoff, der zum Beispiel für Bodenbeläge oder Dachplatten verwendet worden ist. 1993 wurde Asbest in Deutschland verboten, weil er krebserregend ist.

Wie viel Asbest unter dem Bauschutt zu finden ist, ist unklar. Denn dazu muss der Bauschutt von Experten, sprich einem darauf spezialisierten Entsorger, untersucht werden. Und das ist bis Anfang dieser Woche nicht geschehen.

Asbest am Volksfestplatz Olching: Experten sind nun an der Arbeit

Doch seit Montag werden die Schuttberge, die nach der Entdeckung des Asbests vorsorglich mit weißen Planen bedeckt und eingezäunt worden waren, von einer Fachfirma untersucht, wie Bauamtsleiter Markus Brunnhuber auf Nachfrage berichtet. Dabei würde der Asbest manuell vom restlichen Bauschutt entfernt und anschließend fachgerecht entsorgt. „Ich gehe davon aus, dass dies bis Ende der Woche erledigt ist“, sagt Brunnhuber.

Warum aber hat man das belastete Material monatelang auf dem Volksfestplatz liegen lassen? Wie der Bauamtsleiter erklärt, habe man im Rathaus erst durchrechnen müssen, welche Art der Entsorgung die günstigste ist. Denn man hätte, anstatt mit hohem Aufwand den Asbest vom Rest des Schutts zu trennen, das gesamte Material in einem Aufwasch entsorgen können. Dann hätte man für den ganzen Bauschutt allerdings so viel zahlen müssen, als sei alles mit Asbest verseucht. Nun kann der vom Asbest getrennte Rest des Aushubs zu günstigeren Konditionen entsorgt werden.

Im Winter wiederum war es laut Brunnhuber aufgrund des Frosts nicht sinnvoll, das Material zu untersuchen und zu entsorgen. Dies hätte man nur mit deutlich mehr Aufwand und damit höheren Kosten bewerkstelligen können.

Ist der Schutt erst einmal von der Stelle hinter der Toilettenanlage verschwunden, soll Gras angesät werden. Denn dort soll letztlich eine Wiese wachsen.

Volksfestplatz Olching: Hier finden viele Veranstaltungen statt

Die Stadt hat den Volksfestplatz sanieren lassen, um andauernde Probleme bei Veranstaltungen zu lösen. Weil er sich bei starkem Regen regelmäßig in eine Seenlandschaft verwandelt hat, wurden Sickerfähigkeit und Tragfähigkeit des Bodens erhöht. Auf dem Gelände findet nicht nur das traditionelle Volksfest, sondern auch zahlreiche andere Veranstaltungen wie Flohmärkte und die FFB-Schau statt.

Stefan Weinzierl

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