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„Mit allen Wassern gewaschen“ heißt die neue CD der Ruperti-Blosn aus Waging. Seit gut einem Jahr mischt auch Anton Kappes (3.v.r.) in der Berchtesgadener Stimmungsband mit.

Waginger Stimmungsband Ruperti-Blosn

Ein Olchinger rockt den Heimatsound

Olching - Seit gut einem Jahr hat die Waginger Stimmungsband Ruperti-Blosn Verstärkung aus Olching: Anton Kappes bereichert mit seiner Steirischen Harmonika, am Akkordeon, am Keyboard und mit seinem Gesang die Gruppe.

Wie kommt’s, dass ausgerechnet ein Olchinger in einer Stimmungsband mitmischt, die im Ruperti-Winkel, also rund um den Waginger See im Berchtesgadener Land, ihre Wurzeln hat und dort und anderswo Hallen und Volksfestzelte aufmischt? „Wir waren auf der Suche nach einem Akkordeonisten und Keyboarder und hatten damals im Musikhaus Rosenheim annonciert“, erzählt Klarinettist und Saxophonist Thomas Pfeffer. „Natürlich bekamen wir mehrere Bewerbungen. Aber der Toni Kappes aus Olching war einfach unsere erste Wahl – musikalisch wie menschlich“, erinnert sich Pfeffer. Schnell merkte die Berchtesgadener Band – altersmäßig bewegen sich die Mitglieder zwischen 26 und 58 Jahren –, dass bei dem 54-jährigen Olchinger einfach alles passt. Die Altvorderen der Ruperti-Blosn sind sich einig: „Die Chemie zwischen uns stimmt einfach, wir sind auf der gleichen Wellenlänge und das ist wichtig – schließlich verbringen wir oft mehrere Tage am Stück miteinander.“

Sechs Musiker spielen zusammen 23 Instrumente

Der 41-jährige Pfeffer würzt das besondere Zusammenspiel der Gruppe auch mit Gitarre, Keyboard, Schlagzeug und Gesang. Das ist übrigens ein Markenzeichen der Ruperti-Blosn. Denn alle Bandmitglieder sind nicht nur auf einem Instrument firm, sondern geben gleich auf mehreren Klangkörpern ganz gekonnt ihren musikalischen Senf dazu. So kommt’s, dass die sechsköpfige Gruppe auf insgesamt 23 Instrumenten spielt, die unterschiedlichsten Musikrichtungen und damit die Geschmäcker von Jung bis Alt bedient. Derart breit aufgestellt kommt das Programm mit dieser ganz besonderen Menüfolge beim Publikum an. Die Ruperti-Blosn gibt altbekanntem Liedgut ein neues Gesicht, poliert musikalische Töne mal ganz anders auf. Und die sechs Männer aus dem Waginger Land scheuen auch nicht davor zurück, dem Beatles-Song „Twist and Shout“ ein völlig neues Hörerlebnis abzugewinnen.

Weil der aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammende Oberkrainer-Stil eine Renaissance erfährt, sind sie auch auf diesen Musikzug längst aufgesprungen und beweisen nicht nur bei ihren Liveauftritten, sondern auch mit ihren professionell abgemischten CDs, dass sie auch sonst „nix anbrennen lassen“. Der durchschlagende Erfolg der Ruperti-Blosn auf Volks- und Heimatfesten, bei Faschings- oder Familienfeiern begründet sich auch in ihrer musikalischen Wandelbarkeit und Interpretationsfreude.

Auftritt bei einem Oktoberfest in Kanada

Die Ruperti-Blosn ist rund 30 Mal im Jahr auf unterschiedlichsten Bühnen präsent, und die sechs Musiker sorgen da wie dort für ausgelassene Stimmung und Feierlaune. Ein Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere im Ausland: Der Auftritt beim Oktoberfest im kanadischen Städtchen Levis. „Dort spielten wir an fünf Abenden im Bierzelt gleich neben dem Eisstadion und zuletzt beim Warmup im Footballstadion, als Quebec und Montreal aufeinandertrafen. Die Stimmung dort ist vergleichbar damit, wie wenn in München der FC Bayern gegen den TSV 1860 kickt“, erzählt Thomas Pfeffer und es schwingt durchaus ein bisserl Stolz in seiner Stimme mit, als er diese Anekdote erzählt. „Mit unserem Olchinger Zugpferd könnten wir doch eigentlich auch auf dem dortigen Volksfest für Stimmung sorgen“, grübeln die Waginger Burschen. Jetzt ist quasi der Kappes Toni aus Olching am Zug: „Ich bring’ unserem Vize-Bürgermeister Robert Meier mal eine CD vorbei. Vielleicht geht da ja was auf dem Olchinger Volksfest.“

von Angi Kiener

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