Ein Windrad.

Olching

Windkraft geht nur mit Nachbargemeinde

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 Ideen für den aktiven Klimaschutz anstoßen und an die Umsetzung erinnern will das Energieforum Olching.

Olching – Dabei geht der Blick durchaus auch in die Nachbargemeinden, wie bei dem jüngsten Treffen deutlich wurde. Das öffentliche Interesse war jedoch mit nur neun Teilnehmern überschaubar.

Von den Erfahrungen der Gemeinde Mammendorf in Sachen Windräder will auch Olching profitieren. „Dort wird Windkraft gut akzeptiert“, hatte Energiereferent Alfred Münch (SPD) nach einem Besuch der Anlage festgestellt. Ein Fachbüro habe auch schon erste Daten erhoben, sodass sich eine Machbarkeitsstudie allenfalls im vierstelligen finanziellen Bereich bewegen würde.

Windrad nur in Abstimmung mit Bergkirchen möglich

Wichtigste Voraussetzung für Münch ist aber: „Es kann nur in Einigkeit mit Bergkirchen vorangetrieben werden.“ Es gebe die Möglichkeit der Duldung, dass die Nachbargemeinde aus dem Dachauer Landkreis den Bau eines Windrades auf Olchinger Flur zulässt. Oder man biete Bergkirchen eine Kooperation an, ergänzte Münch.

Er informierte zwar darüber, dass man mit Bebauungsplänen die an sich vorgegebenen Abstandsvorgaben aushebeln könne. Aber das wolle er vermeiden. Zudem müsste erst die Machbarkeit festgestellt werden, ehe man auf Bergkirchen zugehe.

Ausrufung des Klimanotstands?

Außerdem empfiehlt das Energieforum dem Stadtrat, den Klimanotstand auszurufen. „Es ist eine Feststellung, die gut aussieht“, meinte Forumsmitglied Rainer Saalfeld. Eine solche Erklärung hat jedoch reinen Symbolcharakter. Daher schlug Münch vor, eine Art Handlungskatalog für die Verwaltung hinzuzufügen. Erlangen hat bisher als einzige Stadt in Bayern den Klimanotstand ausgerufen.

„Das Energieforum muss bei Pholtovoltaik am Ball bleiben“, riet der als Gast anwesende Gottfried Obermair, Vorsitzender von Ziel 21. Das gelte auch für Maßnahmen, die der Energieeinsparung an sich dienen. Ziel 21 will die Beratung in Sachen Photovoltaik fortsetzen, jedoch eher auf dem telefonischen Weg. Im kommenden Jahr soll es zudem eine Kampagne zu Sanierungsmaßnahmen geben. Ganz kostenfrei könne eine Beratung nicht mehr angeboten werden, so Obermair. Ein kleiner Obolus von 30 Euro wäre denkbar.

Ladesäulen gut genutzt

Gut genutzt werden die Ladesäulen in der Stadt für E-Autos. Von 90 bis zu 100 Prozent Auslastung sprach Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Grulke. Seit Februar hätte sich die Zahl der Aufladungen auf 110 pro Monat fast verdoppelt.

Ein Stillstand ist dagegen beim Statt-Auto im Rahmen des Carsharing zu verzeichnen. Laut Sonja Weyland von der Wirtschaftsförderung sei das Angebot durchaus auf Interesse gestoßen. Das Niveau der Nutzung rechtfertige jedoch nicht die Anschaffung eines zweiten Fahrzeugs.

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