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Zaun kaputt: Beschwerde über Bauhof geht nach hinten los

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Von: Kathrin Böhmer

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Illegal gebaut: Dieser Sichtschutzzaun darf hier eigentlich gar nicht sein.
Illegal gebaut: Dieser Sichtschutzzaun darf hier eigentlich gar nicht sein. © mm

Ein Anwohner an der Ferdinandstraße in Geiselbullach hat sich mit einer Beschwerde bei der Stadt selbst ein Bein gestellt. Von dieser „uncleveren Aktion“ berichtete jedenfalls Bauamtsleiter Markus Brunnhuber am Dienstagabend dem Bauausschuss.

Olching – Offenbar hatten Bauhofmitarbeiter vor einiger Zeit bei der Grünpflege den Zaun des Anwohners demoliert. Das wollte er sich nicht gefallen lassen. Er reklamierte den Vorfall im Rathaus. „Dabei ist aufgeflogen, dass der Zaun gar nicht hätte gebaut werden dürfen“, berichtete Brunnhuber.

Nun ging es darum, nachträglich eine isolierte Befreiung zu erteilen, das Grundstück liegt im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes. Dieser schreibt offene Maschendraht- oder Holzstaketenzäune mit maximal einem Meter Höhe vor.

Bodenfreiheit für Kleintiere

Der schwarz gebaute Zaun ist aber 1,60 Meter hoch und rund neun Meter lang. Es handelt sich um einen so genannten Stabmattenzaun mit Sichtschutzbändern, wie eine Mauer. Es fehlt so laut Bauamt an der Bodenfreiheit für Kleintiere.

Der Bauausschuss lehnte die nachträgliche Genehmigung einstimmig ab. Robert Meier (CSU) hatte sich zuvor nach den Konsequenzen erkundigt. Sprich: Muss der Zaun sofort abgerissen werden?

Der Bauamtsleiter erklärte das formale Verfahren, das langwierig werden könne. Wenn die Stadt den Bescheid herausschicke, könne der Betroffene Rechtsmittel einlegen.

SPD-Stadtrat Fritz Botzenhardt verwies auf einen Fall an der Birkenstraße, wo Steingabionen für Aufsehen sorgten. Das geht schon ewig Hin und Her. „Ein Sack voll Klagen“, sagte Brunnhuber. Bürgermeister Andreas Magg (SPD) ergänzte: „Es ist kein Geheimnis. Wir Bürgermeister im Landkreis würden uns ein deutlicheres Vorgehen vom Landratsamt wünschen.“  gar

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