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In Olching

Zugeparkte Straßen: Wenn die Retter nicht mehr durchkommen

Stau auf der Autobahn: Das heißt Rettungsgasse bilden. Doch während auf der Schnellstraße die Leute in ihren Wagen sitzen und zur Seite fahren können, stellen abgestellte Autos innerorts oft unüberwindliche Hindernisse für Rettungsfahrzeuge dar. Die Estinger Feuerwehr schlägt deshalb jetzt Alarm.

Olching – In Olching wohnen immer mehr Menschen. 2017 waren es knapp 28 000 Einwohner und damit knapp 3500 mehr als vor zehn Jahren. Und viele von ihnen haben ein Auto, das nach Feierabend einen Parkplatz braucht. Sebastian Stieräugl, bei der Freiwilligen Feuerwehr Esting mit dem Thema Anfahrtszonen betraut, beobachtet diese Entwicklung mit Sorge: „Der Trend geht ja zum Zweit-Auto. Und dann werden die Fahrzeuge immer größer und größer.“

Die Folge: Vor allem in dicht besiedelten Wohngebieten stehen die Straßenränder voll mit Autos, die es der Feuerwehr dann schwer machen, sich mit ihren großen Einsatzfahrzeugen durch die Straße zu zwängen. Das Problem seien dabei einerseits natürlich Falschparker, die etwa in Kurven oder Feuerwehr-Haltezonen parken. Andererseits werde es aber oft schon bei legalen Parkern eng. In Esting betreffe das zum Beispiel die Ringstraße und die Hofmarkstraße.

Christian Richter, Leiter des Olchinger Ordnungsamtes, kennt die Problematik. Man stehe mit den Einsatzkräften in ständigem Kontakt und weise Parkverbote dort aus, wo Engstellen entstehen können. Eine immer dringlichere Aufgabe: „Nicht nur die Pkw werden größer, auch die Einsatzwagen. Wir müssen bei dieser Thematik sehr aufmerksam sein.“

Denn bei einem Brand kann es um Sekunden gehen, die den Rettungskräften fehlen würden, müssten sie zugeparkte Stellen umfahren. Bei einem echten Notfall siegt dann das Menschenwohl vor der Unversehrtheit des Autos. Auf Lack und Außenspiegel nehme man, bekundet Stieräugl, im Zweifel natürlich keine Rücksicht. Ihm fällt das Problem nicht nur in Esting auf: „In Geiselbullach schimpfen die Kollegen auch. Ich denke, das betrifft jeden Ort, an dem viele Menschen wohnen und parken.“

Noch sei durch blockierte Anfahrtswege kein Einsatz nachhaltig behindert worden. Damit das so bleibt, hat die Feuerwehr Esting einen Aufruf auf Facebook gestartet. Die Botschaft: Autofahrer sollen nicht nur an sich denken, sondern an die Gemeinschaft – und die Rettungsgasse wie auf der Autobahn im Hinterkopf behalten. (Garbiel Kroher)

Das Problem ist auch in Fürstenfeldbruck nicht unbekannt.

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