Heimat der Volksbühne: Das Cantina y Bar in Olching.
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Heimat der Volksbühne: Das Cantina y Bar in Olching.

Olching

Wirbel um Theaterbühne in Restaurant

Das Telefon von Wirt Andreas Roth stand nicht mehr still. Zahlreiche Anrufer sorgten sich, dass er sein Lokal Cantina y Bar an der Hauptstraße schließen muss. Andere warfen ihm vor, der Volksbühne Olching, die den Veranstaltungssaal im Cantina nutzt, im Streit gekündigt zu haben.

Olching – Doch Roth kann Entwarnung geben: Zwar stünde das Gebäude, in dem sich das Cantina befindet, schon seit längerem zum Verkauf, aber: „Mein Pachtvertrag läuft über sieben Jahre plus Optionen. Selbst wenn es einen neuen Eigentümer gibt, würde er weiterhin gelten. Und auch die Volksbühne bleibt.“

Ursache für den Wirbel war ein Schreiben der Stadträte Tomas Bauer (CSU) und Ewald Zachmann (FWO) an Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Darin schlagen sie vor, im Gut Graßlfing langfristig eine Spielstätte für die Volksbühne Olching einzurichten. Schnell machten die Gerüchte die Runde.

Wie es überhaupt zu dem Schreiben kam, erklären Andreas Popovits und Paul Held, die Vorsitzenden der Theatergruppe: „Da der Volksbühne Olching in sieben Jahren der Saal im Cantina eventuell nicht mehr zur Verfügung steht, haben wir es für notwendig gehalten, uns bereits heute über mögliche Alternativen zu informieren. Derartige Vorhaben beanspruchen in der Stadtplanung meist viel Geduld und vor allem Zeit.“ Deshalb seien sie auf Bauer als Vereinsreferenten und Zachmann als Kulturreferenten zugegangen. Ergebnis sei das Schreiben an den Bürgermeister gewesen.

Roth und die Volksbühne wollen aber weiterhin zusammenarbeiten und tüfteln derzeit daran, 2021 ein coronakonformes Theaterstück im Freien zu präsentieren.san

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