Olchingerin wird Vize-Landrätin

Fürstenfeldbruck - Die Phalanx aus CSU und FW im Brucker Kreistag steht:

Bei der konstituierenden Sitzung des Kreistags haben die beiden Parteien gestern ihre Mehrheit genutzt, um ihre personellen Interessen weitgehend durchzusetzen. Der Traum kleinerer Gruppen von der Verzwergung der CSU ist geplatzt.

Steinhardt

Landkreis - Theoretisch gibt es im Kreistag eine Mehrheit jenseits der Christsozialen. Dann müssten sich aber alle anderen sechs Fraktionen und Gruppen inklusive der FW auf einen gemeinsamen Nenner einigen.

In den Vorgesprächen zur konstituierenden Sitzung gelang das allerdings nicht. Die FW und die CSU verständigten sich auf ein gemeinsames Personaltableau und hätten nun ihrerseits aufgrund ihrer Mehrheit alles unter sich ausmachen können.

Ganz leer ausgehen lassen wollten FW und CSU in der Vize-Landrats-Frage zumindest die SPD - immerhin zweitstärkste Fraktion - dann offenbar doch nicht. Nachdem die Genossen darauf verzichtet hatten, ihren Favoriten Andreas Magg ins (aussichtslose) Rennen zu schicken, kann nun Brucks bisheriger dritter Bürgermeister Ulrich Schmetz den zweiten weiteren Vize-Landrat geben. Zur ersten Stellvertreterin des Landrats, die bei Abwesenheit Karmasins als erste in die Lage kommt, ihn ernsthaft vertreten zu müssen, wurde Martina Drechsler aus Olching bestimmt. In nichtöffentlicher Wahl und nach Auszählschwierigkeiten offenbar auch aufgrund von Namensverwechslungen bekam sie 41 Ja-Stimmen. Die von den Grünen vorgeschlagene Christina Claus kam auf 17 Stimmen, wobei einige Kreisräte auch andere Vorschläge auf den Stimmzettel schrieben wie „Drexler“ (was dann aber, gewollt oder nicht, Jakob Drexler bedeutete und nicht Martina Drechsler), Andreas Magg oder Martin Runge. Mit 59 zu zehn Stimmen wurde Hans Wieser als erster weiterer Vize gewählt, bei nur mehr einer Gegenstimme schließlich Ulrich Schmetz als dritter Vize. Vorher waren die Grünen mit dem Versuch gescheitert, ganz generell nur mehr zwei Vizes zu wählen.

Eine große Mehrheit entschied außerdem, die kleineren Gruppierungen erneut aus den externen Gremien (etwa Sparkasse oder Klinik) auszusperren. Dabei kündigten die vom Ausschluss wegen ihrer Größe nicht betroffenen Grünen an, auf eine Änderung in dieser gerade auch von der SPD forcierten Angelegenheit drängen zu wollen.

Für etwas Überraschung sorgte eine neue Sitzordnung, die FDP und UBV im Sitzungssaal des Landratsamts weit nach hinten rückt. Fürstenfeldbrucks neuer OB Klaus Pleil (BBV, im Kreis UBV) etwa sitzt damit im Kreistag in der letzten Reihe.

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