Walter Hechenberger war zwölf Jahre in St. Bernhard. foto: tb

Pastoralreferent nimmt Abschied von St. Bernhard

Fürstenfeldbruck - Er war die Konstante in St. Bernhard. Drei Pfarrer gingen. Walter Hechenberger blieb. Zwölf Jahre lang. Nun verlässt der Pastoralreferent Bruck.

Viel Zeit zum Abschied nehmen hatte der 48-Jährige noch nicht. Neben den Aufgaben im Pfarrverband galt es noch, eine Firmung über die Bühne zu bringen. Und doch denkt er seit einem halben Jahr immer wieder daran, dass er weiterwandern wird. Weg von der Gemeindepastoral, die 21 Jahre sein Lebensinhalt war.

Vor zwölf Jahren zog er mit seiner schwangeren Frau und dem ersten Kind in den Brucker Westen. Die kleine Stadt reizte ihn, die Pfarrei mit der etwas besonderen Geschichte. Walter Hechenberger kümmerte sich um die Jugendarbeit, Firmvorbereitung, die Erwachsenenbildung, aber auch um Beerdigungen und EDV. Zeit für ein Gespräch fand er immer. Die sinnvollste Aufgabe war die Trauerseelsorge. Hechenberger musste selbst den Tod seines Kindes verkraften. Da wuchs der Wunsch, anderen Betroffenen dabei zu helfen. In St. Bernhard begann er mit einer ersten Trauergruppe. „Die Leute sagten, endlich gibt es hier so etwas.“ Inzwischen ist er Dekanatsbeauftragter für Trauerpastoral und hat ein Netzwerk geknüpft mit Personen und Institutionen, die Menschen in der schweren Zeit auffangen. Sein letztes Projekt: eine Trauergruppe für Kinder, die 2014 in Zusammenarbeit mit Lacrima starten soll.

Ausgleich war das Theater. Der Filmliebhaber brachte sich als Regisseur in der Bernhardbühne ein. Das wird ihm fehlen, wie vieles. Etwa der Kontakt zur muslimischen Gemeinde und den evangelischen Christen. Scherzhaft habe man ihn den Außenminister genannt, erzählt der 48-Jährige.

Nach 21 Jahren sei es Zeit für einen Umbruch, findet Hechenberger. Kollegen sprachen ihn an, ob er als Klinikseelsorger im Kinderzentrum München arbeiten wolle. Dort unterstützt er Eltern und Angehörige von kranken und behinderten Kindern. „Die Aufgabe hat mich gereizt.“ Denn ein bisschen erinnert es an die Trauerarbeit. „Ich hoffe, dass ich den Menschen ein Stück Begleitung sein kann.“ (imu)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Eine Christbaumkugel für den guten Zweck
Gerade einmal 17 Jahre alt ist der Künstler, der heuer die Gröbenzeller Christbaumkugel gestaltet hat.
Eine Christbaumkugel für den guten Zweck
Grüne fordern Regierung zur Teil-Öffnung des Fliegerhorsts auf
Der Abzug der Bundeswehr vom Fliegerhorst verzögert sich um drei Jahre. Statt Ende 2023 werden die letzten Einheiten Fursty erst 2026 verlassen.
Grüne fordern Regierung zur Teil-Öffnung des Fliegerhorsts auf
Nach hart geführter Debatte: SCF bekommt weiter Geld für Rasenpflege
Der SC Fürstenfeldbruck hält das Klosterstadion in Schuss. Dafür bekommt er Geld von der Stadtverwaltung. Die Kündigung dieses Vertrages hätte den ohnehin finanziell …
Nach hart geführter Debatte: SCF bekommt weiter Geld für Rasenpflege
Unfall auf der B471: Lkw drängt Auto von der Straße - junge Frau leicht verletzt
Auf der B471 bei Geiselbullach ist es am Mittwochabend zu einem Unfall gekommen. Die Bundesstraße musste gesperrt werden. Eine junge Frau wurde leicht verletzt.
Unfall auf der B471: Lkw drängt Auto von der Straße - junge Frau leicht verletzt

Kommentare