Plädoyer für die Tierfreunde Bucker Land

Aufgerüttelt durch die drohende Schließung der Auffangstation der Tierfreunde Brucker Land in Überacker hat Benjamin Miskowitsch (CSU) im Mammendofer Gemeinderat eine Diskussion angestoßen. Seiner Meinung nach wären die Kommunen im Landkreis gut beraten, wenn sie zusätzlich zu der vom Kreisausschuss beschlossenen jährlichen Pauschale von 7200 Euro die Station mit einer Pro-Kopf-Abgabe unterstützen würden.

Mammendorf – Die langjährige ehrenamtliche Tierfreunde-Vorsitzende Heidi Minderlein hört auf. Und nachdem kein Nachfolger in Sicht ist, droht das Ende der 2001 gegründeten Tierfreunde. Eine Tierheimleitung in Vollzeit sei erforderlich, um die durchschnittlich 400 Tiere im Jahr zu versorgen, so Minderlein. Doch wer ist in Zukunft verantwortlich, wenn es keine Tierauffangstation mehr gibt?

Benjamin Miskowitsch setzt sich ein für die Tierfreunde Brucker Land.   tb

Der Verein könne „Erfüllungsgehilfe“ für die kommunalen Pflichtaufgaben sein: Das sind Unterbringung, Pflege und Weitervermittlung von Fundtieren. Wenn der Verein aber nicht mehr existiere, so Miskowitsch, dann sei wohl jede Gemeinde in der Pflicht, in deren Gebiet ein Fundtier aufgefunden wird.

Bürgermeister Josef Heckl (BGM) sagte, dass im VG-Bereich selten ein Fundtier aufgegriffen werde, vielleicht einmal im Jahr. Dessen Betreuung koste dann zwischen 300 und 400 Euro. Doch die Bürgermeister im Landkreis hätten das bei ihrer Besprechung nicht als großes Problem angesehen, so Heckl. Das könnte es aber werden, konterte Miskowitsch, wenn das Tierheim schließe.

„Pauschal die Gemeinden zur Kasse bitten, so funktioniert das nicht“, meinte Altbürgermeister Johann Thurner (BGM). „Wenn ich Bürgermeister wäre, würde ich mich auch dagegen sträuben.“ Wobei Thurner glaubt, dass es dem Verein mehr darum gehe, die Ehrenamtlichen durch Hauptamtliche zu ersetzen und dass die Kommunen zahlen. Von der Gemeinde Maisach werde die Station in Überacker seit Jahren unterstützt, ergänzte Heckl dazu. (dm)

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