+
Die Auftaktveranstaltung stieß auf großes Interesse. Selbst bei Detailfragen wurde bereits eifrig beraten und engagiert diskutiert. 

Bürger werden einbezogen

Pläne für Radfahrer nehmen Schwung auf

Fahrradfahren soll noch sicherer werden. Bei der Umsetzung an zwei Straßenabschnitten werden die Bürger in Form einer Planungswerkstatt einbezogen.

Germering– Auf zwei Straßenzüge konzentriert sich das Projekt: die Landsberger Straße zwischen Oberer und Unterer Bahnhofstraße sowie die Achse Wiesen- bis Stegmairstraße. Dort sind für das sichere Radfahren ohnehin Baumaßnahmen erforderlich. „Bringen Sie Fragen, Probleme und Ideen ein“, forderte das Umweltamt auf.

Und die Bürger machten bei der Auftaktveranstaltung reichlich Gebrauch davon. „Radwegeverbindungen ohne Kanten“ lautet ein auf einer Plakatwand gemalter Wunsch. Auf überdimensionalen Luftbildern weisen fast punktgenau angebrachte Klebezettel auf Tempo 30 oder problematische Parkzonen hin.

Das Interesse ist jedenfalls da. Thomas Wieser, in der Stadt zuständig für Umweltangelegenheiten, ist „mit den Rückmeldungen sehr zufrieden“. Knapp 20 Germeringer werden sich in die Planungswerkstatt für die Landsberger Straße einbringen, etwa doppelt so viele für den Abschnitt zwischen Wiesen- bis Stegmairstraße. „Dort haben wir auch eigens per Flyer Werbung in den Haushalten gemacht“, erklärt Wieser die unterschiedliche Beteiligung.

Es lägen viele Detailanliegen vor, so Wieser. Bei dem Beteiligungsverfahren unterstützt wird die Stadt durch das „Institut für innovative Städte“ (i.n.s.). „Wir wollen heute zuhören und Wünsche einsammeln“, beschreibt dessen Inhaber Thiemo Graf die Vorgehensweise für den ersten Informationsabend. Dann würden die Vorschläge gesichtet und zu Themenbereichen gebündelt. „Einen gewissen Blick für das Ganze sollten die Bürger aber schon mitbringen“, will Graf eine zu große Detailverliebtheit vermeiden.

Das ist durchaus im Sinne von Stadtbaumeister Jürgen Thum. „Wir wollen es schon zeitnah über die Bühne bringen“, sagte er auf Nachfrage unserer Zeitung. Tatsächlich will die Stadt bei dem Vorhaben kräftig in die Pedale treten. Bereits bis etwa Anfang Dezember soll im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss ein konkreter Planentwurf präsentiert werden.

Bis dahin soll in den beiden Planungswerkstätten intensiv beraten werden. Dabei wird aber Rücksicht auf die bis zum 15. Juli laufende Fußball-Weltmeisterschaft in Russland genommen. Das große Interesse an der Mitgestaltung soll durch nichts gestört werden. Allein schon die Terminfindung wäre wohl durch die vielen Übertragungen schwierig, so der Umweltbeauftragte Wieser. „Das erste Treffen wird deshalb wohl kurz vor den Sommerferien stattfinden“, so Wieser. Dann sollen weitere Treffen im September, Oktober und November folgen.

Fachlich begleitet wird das Verfahren vom Runden Tisch Radverkehr. Auch der örtliche Allgemeine Deutsche Fahrradclub zählt zu den beratenden Gremien. Dessen Ortsvorsitzender Hartwig Hammerschmidt findet die Vorschläge der Bürger durchweg überlegenswert, bleibt aber realistisch: „Mancher Wunsch wird wohl unerfüllt bleiben.“ hk

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Amtsgericht bearbeitet Mitglieder-Klagen und Neuwahl-Frage
Drei Monate nach der Jahreshauptversammlung beim SC Fürstenfeldbruck befasst sich jetzt das Amtsgericht München mit dem Fall.
Amtsgericht bearbeitet Mitglieder-Klagen und Neuwahl-Frage
Amperoase wird attraktiver - aber auch teurer
Die Eintrittspreise in der Amperoase in Fürstenfeldbruck ändern sich ab 1. Januar. Die Anpassung sei moderat und orientiere sich am regionalen Marktumfeld, erklärt …
Amperoase wird attraktiver - aber auch teurer
Praktische, alltagstaugliche Lösungen finden
 Hans Friedl (Freie Wähler) ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Alling. Der 61-Jährige ist Unternehmer, Landwirt und Kaufmann. 
Praktische, alltagstaugliche Lösungen finden
Erdbeben: Fürstenfeldbruck ist das Epizentrum der Forscher
Es ist quasi das Epizentrum der Erdbebenforschung: Im Geophysikalischen Observatorium auf der Ludwigshöhe in Fürstenfeldbruck versuchen Wissenschaftler vorauszusagen, …
Erdbeben: Fürstenfeldbruck ist das Epizentrum der Forscher

Kommentare