SV plant „Fitness im Freien“

Althegnenberg - Eigentlich wollte der Sportverein mit Unterstützung der Gemeinde einen modernen Fitnessparcours realisieren. Doch das war zu teuer. Nun wurde eine günstigere Variante vorgestellt.

Das Gemeinderat sicherte einen Zuschuss in Höhe von 6000 Euro zu. Jetzt muss nur noch der genaue Standort verhandelt werden.

SV-Übungsleiterin Manuela Zuccon präsentierte den Gemeinderäten die neue Variante „Fitness im Freien“. Als Standort haben die Sportler das ehemalige Tastpfad-Gelände zwischen Wald, Turnhalle und Sportplatz im Visier. Dort soll eine „Bewegungsinsel“ mit vier einfachen Geräten Platz finden. Vorgeschlagen werden ein Reck mit drei verschiedenen Höhen, ein Balancierbalken, ein Barren und eine Hangelstrecke. Jedes Gerät biete vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, erläuterte Zuccon.

Trainiert werden könnten dort Koordination, Kraft und Beweglichkeit. Die Expertin nannte aber auch Schlagworte wie Verletzungsprophylaxe und Gesundheitsprävention. Die Geräte sollen für Jung und Alt frei zugänglich sein. In der Mitte der „Bewegungsinsel“ ist ein Sandkasten mit Sitzbalken als Begrenzung, eventuell ergänzt durch eine Rutsche oder Schaukel, geplant. „Dort können die Kinder spielen, wenn die Eltern trainieren“, sagte Zuccon.

Der kleine Parcours könnte aber auch in das Training einzelner Abteilungen eingebaut werden. Zudem wollen Zuccon und eine Kollegin die neuen Kurse „Outdoor-Fitness“ und „Funktionales Training mit dem eigenen Körpergewicht“ für Jugendliche und Erwachsene anbieten. Der Verein sehe darin eine Chance, wieder an Attraktivität zu gewinnen und neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Kosten für die Anlage bezifferte Zuccon mit rund 11 400 Euro. Der Sportverein könnte 5000 Euro beisteuern. Zudem würden die Sportler die Kosten für die jährliche Sicherheitsüberprüfung übernehmen. Auch um die Sichtkontrolle, Wartung und Pflege könnten sich die Sportler kümmern. Und bei der Gestaltung könnten sich noch andere örtliche Vereine einbringen.

Das Konzept kam bei den Gemeinderäten gut an. Diskutiert wurde lediglich der Standort. Ludwig Schmid (CSU) gab zu bedenken, dass das anvisierte Areal schlecht einsehbar, schattig und feucht sei. Er schlug vor, die Bewegungsinsel zur Schule zu verlegen. Zumal dort ohnehin ein Spielplatz mit Klettergerüst angelegt werden soll. Eine Idee, die Vereinsreferent Ludwig Neuner (SPD) gefiel. Denn dann könnten die Schüler in der Pause die Geräte ebenfalls nutzen und wären dabei beaufsichtigt. Marianne Dunkel (SPD) betonte, dass der beliebte Bolzplatz aber auf jeden Fall erhalten bleiben sollte.

Bürgermeister Paul Dosch (WG Bürgerinitiative) erinnerte daran, dass sich das fragliche Grundstück im Besitz der Kirche befindet. Er will klären, ob die Fitnessanlage dort realisiert werden könnte. (sr)

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