Das Gymnasium in Olching wird saniert.
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Das Gymnasium in Olching wird saniert.

Maroder Bau

Gymnasium Olching: Fast 40 Millionen Euro für Schul-Sanierung

  • Thomas Steinhardt
    vonThomas Steinhardt
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Das sanierungsbedürftige Gymnasium in Olching wird nicht neu gebaut, sondern zügig instand gesetzt. Die Kosten belaufen sich auf geschätzt knapp 39 Millionen Euro.

Olching – Dass das Gymnasium Olching saniert werden muss, ist seit längerem bekannt. Der Brand- und Schallschutz ist nicht auf Höhe der Zeit, das Flachdach ist so undicht, dass es zu Wassereinbrüchen kommt, der Beton an der Fassade platzt teilweise ab. Dazu kommt, dass das Gebäude heutigen pädagogischen, technischen und energetischen Anforderungen nicht entspricht.

Im Kreistag und in der Verwaltung gab es verschiedene Überlegungen, wie man dem Problem begegnen könnte. Zunächst favorisierte man eine schrittweise und damit aber recht langwierige Sanierung unter laufendem Betrieb. Vor allem die Erkenntnis, dass dann praktisch eine ganze Gymmi-Generation auf einer Baustelle leben würde, veranlasste den Kreistag noch vor der Kommunalwahl, die Suche nach einer anderen Möglichkeit in Auftrag zu geben. Nun legte die Kreisverwaltung nach einer entsprechenden Machbarkeitsstudie im zuständigen Kulturausschuss eine der ersten Idee gegenüber etwas teurere Variante vor, die einstimmig angenommen wurde.

Unterricht im Container-Dorf

Demnach wird die Schule binnen zweier Jahre (von 2022 bis 2024) komplett saniert. Der Unterricht wird in dieser Zeit aus dem Gebäude ausgelagert und findet in einer Art Container-Dorf statt. Dieses wird auf den Außensportflächen errichtet, die damit für zwei Jahre nicht nutzbar sind. Als Vorteile gelten unter anderem die kurze Bauzeit und die Trennung von Schülern und Baustelle. Nachteil ist natürlich der Wegfall der Sportflächen in dieser Zeit und die relativ hohen Kosten für die Containerschule, die bei rund 6,7 Millionen Euro liegen werden. Nachteil außerdem aus Sicht der Kommunen im Kreis: Diese Summe ist umlagerelevant. Der Landkreis wird sie sich also von den Städten und Gemeinden direkt holen und nicht wie den Rest über Kredite finanzieren.

Gleichzeitig ist diese Variante aber auch deutlich billiger als der ebenfalls geprüfte Komplett-Neubau auf dem Sportgelände. Dieser hätte rund 65 Millionen Euro gekostet und hätte noch nutzbare Bausubstanz (vor allem die Tragekonstruktion) vernichtet, was dem Versuch eines stets möglichst ökologischen Vorgehens widersprochen hätte.

Die Kreisverwaltung betont in ihrem Papier, dass die genannten Summen noch relativ ungenau sind und auf dem Informationsstand aus dem September 2020 beruhen. Genauer beziffern könne man die Kosten erst, wenn eine echte Planung vorliegt. Diese soll nun in Auftrag gegeben werden. Das letzte Wort in dieser Sache haben die übergeordneten Gremien. Das einstimmige Votum des Kulturausschusses lässt aber darauf schließen, dass diese Variante realisiert wird. Die Kreisverwaltung ist überzeugt, dass die Schule mit den Umbauten so modernisiert werden kann, dass eine Nutzung über viele Jahre sichergestellt ist.

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