Nach eskalierter Kontrolle

Polizei weist Vorwurf der Gewalt zurück

Fürstenfeldbruck – Nach der eskalierten Polizeikontrolle in der Brucker Innenstadt und nach internen Prüfungen durch die Inspektion hat die Polizei die angekündigte Anzeige gegen einen jungen Brucker wegen Beleidigung und Widerstands an die Staatsanwaltschaft geschickt. Eine Gegenanzeige lag bis zuletzt nicht vor.

Der 20-Jährige hatte der Polizei vorgeworfen, bei der nächtlichen Kontrolle – der Feuerteufel wurde gesucht – überzogen reagiert zu haben. Er sei auf den Boden gedrückt, gefesselt und in der Wache vom Stuhl gestoßen worden, so im Kern die Vorwürfe.

Wie ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage berichtete, habe sich mittlerweile ein Zeuge gemeldet, der die Vorfälle auf der Straße beobachtet hat. Dieser habe die Schilderungen der beteiligten Beamten bestätigt. Demnach habe sich der Brucker massiv gegen die Kontrolle gewehrt und habe sich sehr aggressiv gegen die Polizisten verhalten. Daher sei deren Einsatz richtig gewesen. In der Wache sei der junge Brucker nur auf seinen Stuhl zurückgedrückt worden, nachdem er wegen der bevorstehenden Untersuchung seiner Tasche unvermittelt aufgesprungen sei.

Es sei völlig logisch, dass die Beamten die Tasche durchsuchen wollten. Es hätte ja ein Messer darin sein können. Die Aussagen der beteiligten Beamten seien völlig schlüssig. Die beklagte Gesichtsverletzung sei zudem auf den Fotos der Polizei, die nach dem Einsatz entstanden, nicht dokumentiert.

Möglicherweise habe der Brucker alles etwas dramatischer geschildert oder empfunden als es war. „Es besteht nicht der geringste Raum für Zweifel, dass auf Seite der Polizei etwas falsch gelaufen sein könnte“, sagte der Sprecher der Inspektion, die als nicht beteiligte Instanz die Vorfälle geprüft hat. Der Brucker selbst prüft noch, ob er die Gegenanzeige erstattet.

st

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