Private Feuerwerke sind ab sofort in der Kommune verboten. Es werden auch keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilt.

Ausnahmegenehmigungen werden nicht mehr erteilt

Privat-Feuerwerke sind verboten

Maisach – Private Feuerwerke sind ab sofort in der Kommune verboten. Es werden auch keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilt.

Das hat der Gemeinderat gegen drei Stimmen entschieden. Davor war ausführlich diskutiert worden.

Böllern dürfen die Bürger sowieso nur an Silvester, also am 31. Dezember und 1. Januar. Doch jede Kommune kann Ausnahmen genehmigen. So waren im Maisacher Rathaus immer wieder Feuerwerk-Wünsche geäußert worden: sei es anlässlich eines Geburtstags, einer Hochzeit, eines Fests oder einer Party.

Vier bis sechs Anfragen habe man pro Jahr vorliegen gehabt, berichtete Bürgermeister Hans Seidl (CSU) im Gemeinderat. Genehmigungen seien zuletzt nur sehr eingeschränkt erteilt worden. Seine Meinung: „Ein Feuerwerk ist eine Umwelt- und eine Lärmbelastung, die vermieden werden kann.“

Nach Feuerwerken hatten sich immer wieder Anwohner im Rathaus beschwert. Zudem stelle das Abbrennen in der Nähe der Bahnlinie und von Hauptstraßen eine gewisse Gefährdung des Verkehrs dar. Seit Herbst 2014 wurde deshalb kein einziges Privat-Feuerwerk mehr genehmigt. Das hat die Antragsteller enttäuscht oder verärgert. Deshalb sollte nun eine eindeutige Regelung her.

Gaby Rappenglitz (CSU) sagte, man müsse auch auf die Tiere Rücksicht nehmen. Norman Dombo (SPD) stimmte zu: „Ein Feuerwerk an Silvester und eines beim Maisacher Volksfest reicht.“ Josef Strauß (CSU) sprach die Probleme für Milchviehhalter an: Sie müssten Plastikkappen der Raketen von allen Feldern aufsammeln. Denn Plastik wird von Erntemaschinen nicht erkannt und in das Heu/Stroh/Futter hineingehäckselt.

Christine Wunderl (Grüne) sah all diese Probleme auch. Trotzdem sei ein Feuerwerk etwas Schönes, sie habe ein tolles zu ihrem runden Geburtstag gehabt. Doch mit ihrem Antrag, die Anzahl der Anfragen im Rathaus noch ein Jahr zu beobachten, setzte sie sich nicht durch.

von Helga Zagermann

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