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Eingepackt im orangefarbenen Überlebensanzug treibt der Feuerwehrmann im Wasser. Nur so kann er die eisigen Temperaturen ertragen. Ohne Spezialanzug wäre jetzt schnelle Hilfe nötig.

Feuerwehr-Übung

Probe für den Ernstfall: Todesgefahr im Eisloch

Mammendorf – Hilferufe hallten am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr über den Mammendorfer See. Ein Mann war eingebrochen. Halt, nicht ganz: Vielmehr war er freiwillig in das eiskalte Wasser gestiegen.

Denn der Mann gehört der Mammendorfer Feuerwehr an. Gemeinsam mit der Wasserwacht wurde der Ernstfall geprobt.

Der Überlebensanzug wird angezogen.

Die Situation wurde unter authentischen Bedingungen nachgestellt. Um sich gegen das eiskalte Wasser zu schützen zog der Feuerwehrmann einen Überlebensanzug an. Dann ging er aufs Eis. Es dauerte nicht lange, bis es nachgab und er einbrach. „An dieser Stelle war das Eis gerade einmal vier Zentimeter dick. Um einen 75 Kilogramm schweren Mann zu tragen, sind aber mindestens zehn Zentimeter erforderlich“, erklärt Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes.

Mit diesem Eisrettungsschlitten wurde geübt.

Der Verunglückte wurde dann von seinen Kameraden unter Anleitung der Wasserwacht gerettet. Dabei kam der neue Eisrettungsschlitten zum Einsatz. Die Feuerwehrmänner gingen jeweils zu dritt, sich an dem Schlitten festhaltend, aufs Eis und zogen den Eingebrochenen per so genanntem Spineboard heraus. Das ist ein Hilfsmittel, das man einem Eingebrochenen hinter den Rücken legt, um die Wirbelsäule beim Herausziehen nicht zu verletzen.

Kaum war der Eingebrochene gerettet, musste er schon wieder ins Wasser. Denn die Übung wurde ein paar Mal wiederholt, damit die Rettung mit dem Eisschlitten auch wirklich sitzt. Dieser kann von jedem bei Gefahr benutzt werden. Er steht am Steg der Wasserrettungsstation. Aktuell ist die Eisfläche nicht freigegeben.  

mid

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