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Bürgrversammlung

Probleme bei Wasser- und Nahversorgung

Die Breitband- und die Nahversorgung, Straßen und Biberbauten – in der Bürgerversammlung in Kottgeisering ging’s um viele Themen. Im Mittelpunkt stand aber das Wasser in allen Facetten.

KottgeiseringEine ganz aktuelle Zahl brachte Bürgermeisterin Sandra Meissner (BV) zur Versammlung mit: 63 757,57 Euro. Auf diesen Betrag summierten sich die Aufwendungen für das Beheben der Wasserrohrbrüche allein in diesem Jahr. „Trotz Rahmenvertrag eine teure Angelegenheit, weil sich die meisten der Leitungsbrüche zuschlagpflichtig nachts oder am Wochenende ereigneten“, sagte sie. Hotspots sind die Grafrather Straße im Bereich der Kreuzackersiedlung und die Südliche Villenstraße, in der sich in Bahnnähe der größte Bruch der vergangenen Jahre ereignet hatte.

Immerhin wurden mittlerweile die ersten 640 Meter Leitung samt vier Hydranten in der Johannishöhe komplett erneuert, wobei der Anlass hier die unzureichende Löschwasserversorgung war. Noch im laufenden Jahr soll der Austausch in der Grafra-ther Straße folgen.

Helmut Itzin wollte wissen, welche Konsequenzen das für den Wasserpreis der kommenden Jahre habe – worüber Meissner aber nicht spekulieren wollte. Michael Swoboda bedauerte, dass das Gutachten über die Kapazität der Löschwasserversorgung nicht eingesehen werden kann. „Es wurde im Gemeinderat öffentlich vorgestellt, damit ist der Informationspflicht genüge getan“, sagte Meissner.

Strategie bei der weiteren Erneuerung des Gesamtnetzes sei, dass der Gemeinderat Stück für Stück weitere Abschnitte identifiziert. Ein Modell wie in Alling, wo mit einem Schlag das komplette Netz erneuert werde, sei in Kottgeisering schon allein aus satzungsrechtlicher Sicht nicht möglich. Hier müsse alles über die Wasserverbrauchsgebühren finanziert werden.

Zur Nahversorgung merkte die Bürgermeisterin an, dass weder ein Supermarkt noch ein Discounter in Sicht sei. Auch beim Wochenmarkt, derzeit immer noch ohne Obst- und Gemüsestand, sei ersichtlich, dass die Kaufkraft im Ort nicht ausreiche. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für einen Dorfladen sei nurmehr einer im Rennen. Der Immobilienbesitzer habe sich aber noch nicht abschließend geäußert.

Gute Nachrichten gab’s von der Bahnbrückenbaustelle in der Jesenwanger Straße: Nach dem Brückeneinschub werden jetzt die Straßenanschlüsse hergestellt, bis Anfang Dezember sei nach achtmonatiger Sperrung mit einer Freigabe der Straße zu rechnen. In wenigen Wochen soll es mit einer neuen Baustelle losgehen: Die Telekom startet die Phase zwei ihres Breitbandausbaus. Jetzt sind die Brunnenstraße, die Johannishöhe und die Villengegend dran, die bis Mitte 2018 Anschlüsse bekommen sollen. Für Landwirte unerfreuliche Bauarbeiten finden dagegen im Wirtsgraben im Ampermoos statt: Ein Biber fand die Beseitigung seines Anstau-Bauwerks gar nicht toll und baute in der darauffolgenden Nacht einen neuen.

Albert Tibudd startete erneut einen Versuch, Mitstreiter für seine Idee zu finden, Kottgeisering energieautark zu machen. Gemeinderätin Gabi Golling (Grüne) führte aus, dass „die Brenzligkeit des Energiethemas in Kottgeisering eher nierig ist“. Deswegen sei die Umsetzung des Aktionsplans Energiekonzept eingeschlafen. „Es interessiert einfach zu wenig Leute“, stellte auch die Bürgermeisterin fest. Ob das auch für das Thema Jugend(-haus) gilt, sondiert derzeit die Jugendbeauftragte im Gemeinderat, Kirsten Korthländer (CSU). (mjk)

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