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Im lieb gewonnenen Hütten-Provisorium: Zum 20-jährigen Jubiläum haben die Mitglieder des TSV West zwei Schautafeln mitgebracht, die an den Bau des Vereinsheims erinnern sollen. Präsident Günter Eichinger (hinten, 4.v.r.) und viele Mitglieder schwelgten an diesem Abend in Erinnerungen.

TSV West: 20 Jahre an der Cerveteristraße

Vom Provisorium zum Vereins-Liebling

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass die Vereinshütte des TSV West einmal zu einer Dauerlösung für den Fußballverein wird? Fast die Hälfte des 45-jährigen TSV-Bestehens haben die Mitglieder in dem längst lieb gewonnenen Provisorium verbracht.

Präsident Günter Eichinger, der inzwischen fast ebenso lange die Geschicke des Vereins führt, nahm das 20-jährige Jubiläum der Vereinshütte nun zum Anlass, alle Mitstreiter, die zum Aufbau der Hütte tatkräftig Hand angelegt haben, einzuladen. Sie erinnerten im Rahmen einer Feier an die Geburtsstunde des Vereinsheims an der Cerveteristraße. „Ich danke euch allen für die Unterstützung, die ihr damals dem Verein gewährt habt“, sagte Eichinger. „Ohne euch würde es die Hütte nicht geben.“

Er habe mit der Feier nicht bis zum 25-jährigen Jubiläum warten wollen. „Denn es könnte sein, dass unsere Hütte das Jubiläum nicht mehr erlebt“, spielte Eichinger auf das von der Stadt im Brucker Westen geplante neue Sportzentrum III an. Noch wird in verschiedenen Gremien diskutiert, wie die Anlage gegenüber dem geplanten Neubau der Brucker Stadtwerke genau aussehen könnte. Vor allem steht noch zur Debatte, ob es dort eine Halle geben wird – oder nicht.

Momentan noch sei die bestehende Vereinshütte quasi der Sponsor des Vereins, meinte Eichinger. Denn durch die Eigenbewirtschaftung stelle das Provisorium die Haupteinnahmequelle der Mitglieder dar. Einen Umzug in ein neues Heim kann sich der Präsident deshalb auch nur unter der Regie des TSV West vorstellen. Ansonsten könnte das womöglich den „Untergang für den Verein bedeuten.“

Mitglieder hängen an ihrem Vereinsheim

Eines ist aber sicher: Beim Auszug werden sicherlich bei dem ein- oder anderen Mitglied Tränen fließen. Denn die Hütte gehört einfach zum Verein. In einer beispiellosen Aktion haben die Mitglieder vor 20 Jahren – genauer gesagt in der Zeit vom 9. September 1995 bis zum 23. Februar 1996 viel Schweiß in den Bau investiert. Rund 15 handwerklich talentierte Mitglieder machten sich damals an die Arbeit. Hauptantreiber war Eichinger, der damals noch als Jugendleiter fungierte. Die Stadt unterstütze den Verein mit 25 000 Mark, Vize-Vorsitzender Otmar Tholler stellte Material im Wert von 26 000 Mark. „Insgesamt haben wir 69 000 Mark verwerkelt“, so Eichinger.

Der Differenz-Betrag kam damals durch Spenden zusammen. „Was hier auf die Beine gestellt wurde, kann sich sehen lassen“, sagte die damalige Bürgermeisterin Eva-Maria Schumacher bei der feierlichen Einweihung vor 20 Jahren und überreichte dem ehemaligen West-Präsidenten Dieter Metzler einen Zinnteller – als Erinnerung.

Als Unterstützer taten sich damals auch Stadtkämmerer Hans-Joachim Hengstenberg und der geschäftsleitende Beamte Peter Kröning hervor. Hengstenberg, der mittlerweile in Siegen (NRW) wohnt, schickte eine E-Mail zum Jubiläum. Er erinnere sich noch gut an die Bürgerversammlung im Brucker Westen, bei der Eichinger von der Not der Fußballjugend berichtet hatte. Der Verein könne stolz sein. Die Mitglieder hätten gezeigt, wie man aus ehemaligen Bundeswehr-Baracken ein gemütliches Vereinsheim schaffen kann.

Dieter Metzler

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