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Die „Chamäleons“ von St. Josef bei ihrem Auftritt im Puchheimer Kulturzentrum.

Chorfestival in Puchheim

13 Chöre, vier Generationen, eine Bühne

Die Vorbereitungen dauerten eineinhalb Jahre – am Samstag war es so weit: Das erste Puchheimer Chorfestival ging im Béla-Bartók-Saal im Puchheimer Kulturzentrum (PUC) über die Bühne. 13 Chöre und 400 Menschen kamen, sahen und sangen.

Puchheim – Vom ABC-Schützen bis hin zum Senior: Menschen aus vier Generationen traten am Samstag gemeinsam auf und sangen. So unterschiedlich die vorgetragenen Lieder auch waren, ein paar Dinge einten die Sänger: Sie alle kamen aus Puchheim, hatten sichtlich Freude an ihrem Auftritt und sie begeisterten ihr Publikum.

Die einzelnen Gruppen unterschieden sich teilweise deutlich. Während beim Auftrifft des Chors der Grundschule am Gernerplatz rund 60 Mitwirkendende auf der Bühne des PUC standen, zeigten später zehn Sänger des Singkreies Roggenstein unter der Leitung von Gisela Zeeb, wie der Alltag in ihrem Senioren-Wohnpark abläuft, wenn sie die Notenhefte auspacken und singen.

Ursula Glebe und Otmar Teusner sind zwar schon öfter vor Publikum aufgetreten, doch die PUC-Bühne war auch für sie etwas Besonderes. Denn: Vor so großem Publikum haben sie bisher noch nicht gesungen. „Das macht schon einen kleinen Unterschied“, sagten sie. Ihnen sei wichtig, dass sie sowohl altes Liedgut transportieren, als auch neue Liedern vorzutragen. Chorleiterin Gisela Zeeb sagte, sie freue sich, wenn die Sänger selbst vorschlagen, was sie singen wollen.

Die Chor-Bandbreite in Puchheim ist riesig. Es gibt sowohl junge Gruppen als auch solche, die eine lange Tradition vorweisen können. Der Liederkranz Puchheim besteht seit 65 Jahren. Die Mitglieder zeigten aber nicht nur Altbewährtes, sondern brachten vor allem professionellen Schwung ins Chorfestival. „Wir sind ein kleines, aber gut etabliertes Ensemble und unsere Sänger legen großen Wert auf Stimmkultur und Ausdruck“, sagte Chorleiterin Gabriele Niehoff.

Die „Chamäleons“ Tatjana Hoffmann, Andrea Teusch, Elisabeth Januschko und Silvia Lukas singen im St. Josef Gospelchor. Sie sind sich einig: „Singen ist Nahrung für die Seele und in der Gemeinschaft macht es uns gleich doppelt Spaß.“ In ihrer Freizeit singen sie bei jeder Gelegenheit. Der ehemalige Rathausmitarbeiter Kurt Wieser staunte dem Auftritt der Gruppe und sagte: „Ihr seid ja so gut, ihr braucht’s gar kein Mikrofon.“ Ein dickes Lob von einem, erfahrenen Gospel-Musiker des Puchheimer Zap.

Und so gesehen, war es beim Chorfestival auch ganz egal, ob die Sänger Einstudiertes vortrugen oder einfach mal aus dem Bauch heraus sangen.

Von Angi Kiener

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