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Bürgerbegehren in Puchheim 

2400 Unterschriften gegen Geothermie in Puchheim

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 Sie hat das notwendige Quorum für das Bürgerbegehren nicht nur erreicht, sondern übertroffen: Die Bürgerinitiative „BI Geothermie Puchheim“ hat innerhalb von drei Wochen 2400 Unterschriften gesammelt. Notwendig wären lediglich 1300 gewesen. „Ein überwältigendes Ergebnis“, teilt BI-Sprecher Michael Peukert mit.

Puchheim – Die Gegner wollen das geplante Geothermie-Projekt in Puchheim stoppen. Sie befürchten Schäden an Häusern durch Mini-Beben und langwierige Prozesse, um den Schaden einzufordern. Heute will die Bürgerinitiative die Unterschriften an Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl überreichen.

Seidl sagte gestern auf Tagblatt-Anfrage: „Das ist ganz offensichtlich ein Zeichen, dass die Bürgerschaft ihren Frieden mit der Geothermie noch nicht geschlossen hat.“ Er nehme das Signal wahr. Nun müsse man sowohl weiter über die Sorgen sprechen als auch den Nutzen herausstellen.

Zunächst müssen die Unterschriften ausgewertet und ausgezählt werden. Dann entscheidet der Stadtrat innerhalb von vier Wochen über die Zulässigkeit. In Folge wird die Stadt einen Termin festlegen, zu dem die Puchheimer an die Wahlurnen treten. Die endgültige Entscheidung für oder gegen die Geothermieanlage wird wie eine Wahl an einem Sonntag durchgeführt, auch die Briefwahl ist möglich. Seidl rechnet damit, dass der Bürgerentscheid Ende Juli stattfindet.

Die Debatte geht derweil bereits weiter. Die Unabhängigen Bürger Puchheim wollen – auch mit Blick auf den Bürgerentscheid – ein möglichst breites Informationsangebot zur Verfügung stellen. Sie haben im Internet eine Link-Sammlung zusammengestellt (auf der Seite www.ubp-puchheim.de).

Nachdem die Grünen sich vor kurzem klar für die Geothermie ausgesprochen haben und damit argumentierten, dass die Risiken als gering einzuschätzen sind, meldeten sich auch die Akteure des Energiewendevereins Ziel 21 im Landratsamt zu Wort. Mit großem Interesse verfolge man die Diskussion. Es ist immerhin das erste Geothermie-Projekt im Landkreis. „Die Angst- und Panikmache, die von einigen Mitgliedern der Bürgerinitiative gegen die Geothermienutzung betrieben wird, halten wir für äußerst übertrieben und schädlich für eine hervorragende Zukunftstechnologie zur Energiegewinnung“, heißt es.

Gerade weil Puchheim mit seinen vorhandenen Nahwärmenetzen ideale Voraussetzungen habe, sollte mit der Tiefengeothermie ein großer Anteil der fossilen Energieträger eingespart werden. Die Vorstandsmitglieder von Ziel 21 seien entschlossen, „sich positiv in die Diskussion einzubringen“.  gar

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