Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Gespannt lauschen Gäste und Abiturienten den Worten von Schulleiter Georg Baptist. „Bildung ohne Herzensbildung sei keine vollkommene Bildung“, sagte er. 

Gymnasium Puchheim

Ein gutes Zeugnis ist nicht alles

38 der Puchheimer Absolventen haben ihr Abi mit einem Einser-Schnitt geschafft. Nun wurden die Abiturienten feierlich verabschiedet. Doch es gab auch mahnende Worte.

Puchheim– In Gymnasien sei die Chance auf schlaue Köpfe groß, sagte Bürgermeister Norbert Seidl bei der Verleihung der Reifezeugnisse. Er warnte die Absolventen aber auch vor Überheblichkeit. „Ein gutes Zeugnis ist nicht allein das Kennzeichen für die Größe und die Würde eines Menschen“, so der Rathauschef. Mit Wissen müsse man verantwortlich umgehen und allen Menschen gegenüber respektvoll handeln.

Es sei ihm aber bewusst, dass es individuelle Unterschiede gebe und nicht jeder Schüler die gleichen Voraussetzungen habe, um an Wissen zu kommen. „Das mag auch soziale Hintergründe haben“, so Seidl. Der Bürgermeister stellte klar: „Beim Wissen gibt es Unterschiede, bei der Würde keine. Die ist Grundgesetz.“

Bildung ohne Herzensbildung sei keine vollkommene Bildung, betonte ebenfalls Schulleiter Georg Baptist. Er wies darauf hin, dass der Abitur-Jahrgang 2017 mit zu den ersten zähle, die von der 5. Klasse an durchgängig mit neuen Medien und Sozialen Netzwerken zu tun gehabt hätten. „Das führt zu neuen Denkstrukturen“, erklärte Baptist. Aber auch Lehrkräfte müssten sich diesbezüglich neuen Herausforderungen stellen. „Wir müssen die Schüler dazu befähigen, Tatsachen von Fake-News unterscheiden zu können“, sagte Baptist. Durch die Eltern habe man große Unterstützung erfahren.

Veränderungen würden junge Menschen ebenso durch ihre Schulzeit begleiten wie Melodien, erklärte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler. „Ich warte seit Wochen auf diesen Tag. Und tanz’ vor Freude über den Asphalt“, zitierte sie die Toten Hosen. Dies beschreibe den Weg der Mühen der letzten Wochen vom Lernen und Bangen bis hin zum Abitur, dem Aufatmen und der lockeren Feier. „Sie können stolz auf das Geleistete sein“, lobte Drechsler die Abiturienten. Damit sei ein guter Grundstein für die Zukunft gelegt. Oder wie es Schulleiter Baptist ausdrückte: „Vorbei ist die Zeit mit Paukerei von Formeln und Vokabeln. Nach dem Abitur beginnt ein neuer Lebensabschnitt“

von Hans Kürzl 

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