Schüler Igel Plakate
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Bitte bremsen: Schüler präsentieren ihre selbst gemalten Plakate, die Igelleben retten sollen. Auf dem Foto oben (hinten v.l.) Monika Christoph (Schulleiterin), Jennifer Getzreiter, Dagmar Koch, Veronika Bähren (Leiterin Umwelt AG) sowie (vorne v.l.) die Schülerinnen Dea Karameta und Sahasra Padavala. 

Aktion von Gymnasium und Bund Naturschutz

Diese Schilder sollen Igel retten

  • Lisa Fischer
    vonLisa Fischer
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Zwischen Gröbenzell und Puchheim wird es für Igel besonders gefährlich: Sie überqueren die viel befahrene Verbindungsstraße auf der Suche nach Futter, Winterquartier oder Paarungspartner – je nach Jahreszeit. Naturschützer und Schüler haben sich nun etwas überlegt, um die Tiere zu retten.

Puchheim – Die Jugendlichen haben im Rahmen einer Kunstaktion mit der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes Schilder gebastelt, die Autofahrer darauf aufmerksam machen sollen, besser auf die Igel achtzugeben. Die zwei passendsten Warnschilder kommen dahin, wo sie besonders gebraucht werden: an die viel befahrene Gröbenzeller Straße.

Den Grund hierfür erklärt Dagmar Koch vom örtlichen Bund Naturschutz: „Eine Anwohnerin meldete im vergangenen Jahr, dass dort vermehrt immer wieder Igel überfahren werden.“ Die Vorsitzende Jennifer Getzreiter vermutet, dass die Tiere (je nach Jahreszeit) dort wohl auf der Suche nach einem Winterquartier in der Krautgartenanlage oder nach einem Paarungspartner sind. Die Naturschützer haben deshalb gemeinsam mit dem Gymnasium die Schilder-Aktion ins Leben gerufen.

Insgesamt wurden 60 Plakate gemalt.

Zwei Schülerinnen können sich nun darüber freuen, dass ihre Warnschilder auch wirklich aufgestellt werden. Die 12-jährige Dea Karameta erklärt: „Ich kenne die Stelle und habe da schon selbst viele Igel gesehen, die überfahren worden sind.“ Auch ihre Mitschülerin Sahasra Padavala (12) hat sich bereits in der Grundschule mit dem Thema auseinandergesetzt. „Wir haben gelernt, wer seine Feinde sind, und dass das Auto eine Gefahr für den Igel ist.“

Insgesamt 60 Exemplare wurden aus dem Kunstunterricht der fünften und sechsten Jahrgangsstufe des Puchheimer Gymnasiums eingereicht. „Die Entscheidung war bei dieser Auswahl nicht ganz einfach“, sagte Jennifer Getzreiter bei der Preisübergabe. Auch das Landratsamt durfte teilweise mitentscheiden. „Die Muster-Schilder durften keine rot-weißen Warndreiecke enthalten. Sonst wären sie den normalen Verkehrsschildern zu ähnlich“, erklärte Veronika Bähren, Leiterin der Umwelt AG. Gemeinsam mit dem ehemaligen Orts-Vorsitzenden des Bund Naturschutzes, Reinhard Gatz, hatte sie das Kooperations-Projekt im vergangenen Jahr ins Leben gerufen.

„Für uns als Schule war es wichtig, dass ein Projekt zusammen mit dem Bund in solchen Zeiten trotz Abstand auch funktioniert“, berichtete Direktorin Monika Christoph. Das sei auch besonders gut gelungen, sagte sie und gratulierte stellvertretend den beiden Schülerinnen Dea und Sahasra zu ihren Kunstwerken.

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