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Reif für die Insel? Bernhard Dosch (2.v.l.) und sein Bau-Team errichten derzeit auf dem Spiegl-Hof in Puchheim-Ort, der von zwei Bächen umgeben ist, ein neues Haus. 

Interview

Alles muss rüber: So bauen die Insel-Arbeiter von Puchheim-Ort

 Der Nachwuchs der Landwirts-Familie Spiegl baut sich ein Haus. Das Problem dabei: Die Spiegls sind Insel-Bewohner. Ihr Hof, auf dessen Gelände das neue Gebäude entsteht, ist von zwei Bächen umgeben. Also müssen Beton, Ziegel, Holz und alle anderen Baumaterialien auf die Insel gehievt werden.

Puchheim-Ort – Vorarbeiter Bernhard Dosch von der gleichnamigen Baufirma aus Seefeld im Landkreis Starnberg erklärt, wie er und sein Bau-Team den ungewöhnlichen Auftrag zwischen Gröbenbach und einem Kanal aus dem Gröbenbach erledigen.

-Herr Dosch, wie viele Häuser haben Sie schon auf einer Insel errichtet?

Wir haben schon öfter in nicht ganz einfachem Gelände gebaut. Zum Beispiel im Kiental bei Herrsching haben wir an einem steilen Hang ein Gebäude errichtet. Wir hatten auch schon Baustellen mit vielen hohen Bäumen. Auf einer Insel haben wir allerdings noch nie gebaut. Das ist auch für uns eine Premiere.

-Worin bestehen die Herausforderungen bei der Insel-Baustelle?

Na ja, es dauert alles ein bisschen länger. Das Haus entsteht auf der einen Seite des Baches, angeliefert wird das Baumaterial auf der anderen Seite. Deswegen haben wir für den Bau auch den größten Kran aus unserem Fuhrpark genommen. Damit müssen wir sämtliche Baumaterialien – insgesamt mehr als 200 Tonnen – über den Bach heben. Auch unsere Mitarbeiter haben erst einmal gestaunt. So etwas hatten sie bisher noch nicht.

-Wie kommen Sie eigentlich auf die Baustelle und wieder zurück?

Über eine Holzbrücke. Die hat uns der Bauherr extra angefertigt.

-Sie haben ja mitten im Hochsommer gebaut. Da ist so ein Bach doch eine willkommene Abkühlung.

Auch wenn es bei der Hitze verlockend ist: Wir konzentrieren uns lieber aufs Bauen statt aufs Baden.

-Der Kran steht ja auf dem Radweg, der parallel zum Gröbenbach verläuft und momentan gesperrt ist. Wann werden die Radler wieder freie Fahrt haben?

Ich denke so etwa in drei Wochen. Dann sind Rohbau und Dachstuhl fertig. Dann kommt der Kran weg und der Radweg ist wieder frei. 

Interview: Tobias Gehre

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