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Der Alois-Harbeck-Platz in Puchheim: Drei Gebäude sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. 

Aufregung um Baupläne

Abriss am Alois-Harbeck-Platz: Diese Möglichkeiten hat die Stadt Puchheim

Die Pläne der Eigentümer für den Alois-Harbeck-Platz in Puchheim sorgen weiter für Aufregung. Die Stadt erörtert derweil Einflussmöglichkeiten. 

Puchheim – Der geplante Umbau des Alois-Harbeck-Platzes sorgt weiter für Aufregung bei Mietern und Geschäftsleuten. In der Aktuellen Viertelstunde der jüngsten Stadtratssitzung waren an die 70 besorgte Zuhörer zugegen, einige von ihnen forderten von der Stadt, sich aktiv für eine Anschluss-Unterbringung der gekündigten Wohnungs- und Ladenbesitzer einzusetzen.

Die eigenen Handlungsmöglichkeiten seien bei einem privaten Bauvorhaben begrenzt, antwortete Bürgermeister Norbert Seidl (SPD). Auf den freien Markt habe man keinen Einfluss. Allerdings fühle man sich dem Schutz der Mieter und Gewerbetreibenden verpflichtet

Abriss am Alois-Harbeck-Platz: Für die Kindertagesstätte soll es einen Ersatz geben

Überdies seien praktikable Lösungen für die Betroffenen in Sicht. Nicht vergessen werden dürfe aber auch, dass der Platz durch einen Vollsortimenter sowie zusätzlichen und bezahlbaren Wohnraum auch eine Aufwertung erfahren könne. Für die Kindertagesstätte soll es einen Ersatz geben, Details sind aber noch nicht spruchreif.

Tatsächlich sind der Stadt die Hände keineswegs gebunden. Eine Mehrung des Baurechts wird es ohne Entgegenkommen der Eigentümer nicht geben. „Die dürfen Geld verdienen, aber auch die Allgemeinheit muss einen Gewinn haben,“ heißt es inoffiziell aus dem Rathaus. In einem noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrag könnte sich die Stadt beispielsweise ein (Teil-)Belegungsrecht für einige der neu entstehenden Wohnungen vorbehalten. Auch auf einen „Härteausgleich“ für die Mieter – ein größtmögliches Ersatzangebot – könnte die Stadt im Rahmen einer solchen Vereinbarung drängen.

Laut Projektentwickler wurden die ersten Entwürfe in der nicht-öffentlichen Sitzung des Stadtrates dem Vernehmen nach wohlwollend aufgenommen. Nach Tagblatt-Informationen entspricht dies allerdings nicht den Tatsachen.  

gar/op

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