Mehr Lebensmittel aus dem Öko-Anbau, das ist das Ziel.

Modellregion

Auch Puchheim sagt Ja zur Öko-Offensive

Die nächste Kommune will sich an der Öko-Modellregion im Brucker Land beteiligen: Nach Germering hat auch Puchheim dem Projekt zugestimmt. Allerdings besteht noch Gesprächsbedarf mit dem Bauernverband.

Puchheim – Auch an Puchheim wird die Öko-Modellregion im Brucker Land nicht scheitern. Einstimmig beschloss der Stadtrat jetzt eine Bewerbung für das Projekt des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, das die Produktion regionaler Bio-Lebensmittel fördern soll. Nachdem auch Germering einer Teilnahme zugestimmt hat, sollen jetzt noch Olching und Emmering mit ins Boot geholt werden, denn zwei Kommunen allein haben wenig Chancen, den Zuschlag zu bekommen. Dort entscheiden Stadt- und Gemeinderat in der kommenden Woche. Die Federführung für die Bewerbung übernimmt die Stadt Puchheim.

Zwölf solcher Modellregionen gib es bereits im Freistaat, jetzt sollen sechs weitere folgen. Hauptziel ist, den Anteil ökologisch hergestellter Nahrungsmittel zu steigern. Produzenten, Vermarkter und Kunden sind eigentlich da, die Nachfrage steigt ständig.

Das Angebot könnte aber beispielsweise auf Bauernmärkten erweitert werden, auch Großabnehmer wie Kindergärten, Schulen oder Seniorenheime könnten verstärkt Bio-Produkte einkaufen. Nebeneffekt wäre natürlich die Förderung der Biodiversität, daneben verspricht man sich aber auch, mehr Verständnis für den Wert von Lebensmitteln zu schaffen. Konkrete Projekte für ein Bewerbungskonzept müssen abschließend vereinbart werden.

Als wichtig gilt auch, Akteure vor Ort – und dabei nicht nur Umweltverbände oder Brucker Land – mitzunehmen. Gerade mit dem Bauernverband, heißt es im Puchheimer Rathaus, gebe es noch Gesprächsbedarf. Im Sinne einer regionalen Erzeugung soll aber auch die Bedeutung konventioneller Landwirtschaft herausgestrichen werden.

5000 Euro pro Jahr

Sollten die vier Kommunen wirklich alle zustimmen und den Zuschlag bekommen, müsste noch ein Projektmanager gesucht werden, der sein Quartier dann im Emmeringer Rathaus aufschlagen würde, wo ein Büroplatz zur Verfügung steht. Die Personalkosten übernimmt zu drei Vierteln der Freistaat Bayern. Die übrigen Aufwendungen dürften 5000 Euro pro Kommune und Jahr nicht überschreiten. (op)

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