Stau auf der S-Bahn-Stammstrecke und Störung bei Höllriegelskreuth

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Stadtrat

Am Bahnhof sollen alle Räder trocken parken

Puchheim – Werden Auskünfte von der Deutschen Bahn (DB) künftig kostenpflichtig? In gewisser Weise ja, wenn man den Erwartungen des Puchheimer Umweltamtes folgt.

Das Rathaus hatte Kontakt mit der Immobilien-Tochter der Bahn und dem „Kompetenzteam Baurecht“ des Unternehmens aufgenommen, um eine eigentlich einfache Frage zu klären: Würde die Bahn eine Grünfläche auf ihrem Grund für eine weitere Fahrradabstell-Anlage verkaufen, vermieten oder gar einfach so zur Verfügung stellen?

Nach einer ersten nichtssagenden Antwort und nach den bisherigen Erfahrungen geht die Verwaltung davon aus, dass eine endgültige Aussage erst getroffen wird, wenn der DB eine ausgearbeitete Planung vorliegt. Von einem von der Bahn akzeptierten Fachbüro.

Der Skandal, dass man als Stadt also Geld ausgeben muss, um zu erfahren, ob man weiteres Geld ausgeben darf, um den Kunden der Bahn einen verbesserten Service zu bieten, wurde jetzt im Planungsausschuss des Stadtrats nur kurz angesprochen. In der Sache selbst unterstützten alle anderen politischen Kräfte das Anliegen der Grünen, weitere 100 überdachte Fahrrad-Abstellplätze auf der Südseite des Bahnlinie errichten zu lassen.

Bei Zählungen von Umweltpartei und Umweltamt hatte sich gezeigt, dass bis zu 100 Radler keinen trockenen Platz mehr für ihren Drahtesel finden. Hauptgrund ist die Erneuerung der alten Abstellanlage im vergangenen Jahr. Die alten „Felgenkiller“, wie sie Grünen-Sprecher Manfred Sengl nannte, wurden von neuen Modellen mit größeren Abständen ersetzt. Dadurch fielen fast 100 Plätze weg.

Angesichts der geschätzten Kosten von bis zu 130 000 Euro musste allerdings SPD-Fraktionschef Jean-Marie Leone schlucken: Das sei schon ein gewaltiger Brocken“. Allerdings gibt es nicht unerhebliche Zuschüsse vom Staat.

Die Unabhängigen Bürger (ubp) störten sich außerdem am vorgeschlagenen Standort: „Die Grünen wollen das Grün weghaben“, moserte Reinhold Koch. Was Sengl zu der Einschätzung führte, dass die ubp „inzwischen der größte Bedenkenträger bei solchen sinnvollen Geschichten“ sei. Auch die Unabhängigen stimmten aber schließlich für neue Fahrrad-Ständer.

von Olf Paschen

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