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Ein Spielplatz wurde zum Tatort.

Vor Grundschülern

Mann taucht immer wieder an Spielplatz auf - dann bemerken Betreuerinnen etwas und rufen Polizei

Zwei Betreuerinnen sehen einen Mann (77) immer wieder an einem Spielplatz nahe einer Schule in Puchheim. Dann bemerken sie etwas und rufen die Polizei.

Puchheim – Der bisher völlig unbescholtene Mann musste sich nun für sein Verhalten vor dem Brucker Amtsgericht verantworten. Dies sah den Tatbestand des Exhibitionismus als erfüllt an und verurteilte den Puchheimer zu einer Geldstrafe von 1600 Euro (40 Tagessätze zu je 40 Euro). Es hätte noch anders ausgehen können: Hätten die auf dem Gelände spielenden Erst- und Zweitklässler ihn entdeckt, wäre er wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt worden.

Mann entblößt sich auf Spielplatz in Puchheim: Erklärung überrascht

Der Rentner gestand bei der Verhandlung unumwunden ein, dass er sich an diesem Tag entblößt hatte. Er versicherte: „Das wird nicht mehr vorkommen.“ Ihm sei zu heiß gewesen. Der Richter nahm ihm den Grund nicht ab. Er fragte, warum er nicht einfach seine Jacke ausgezogen habe oder nach Hause gegangen sei und seine Füße in kaltes Wasser gesteckt habe. Darauf entgegnete der Senior: „Vielleicht habe ich nicht so nachgedacht wegen der Hitze.“

Betreuerinnen von Schülern haben Mann schon öfter gesehen

Der Richter war jedoch überzeugt, dass die Motivation des Mannes sexueller Natur war. Er hätte sich provozierend aufgestellt und die beiden Frauen immer wieder angesehen. Den beiden Betreuerinnen der Schulkinder war der Mann nicht unbekannt, immer wieder tauche er auf dem Spielplatz auf und starre auch auf die Kinder, berichteten sie. Bis auf das eine Mal aber immer mit geschlossener Hose. Er sei ihnen nicht ganz geheuer gewesen. Eines der Kinder hätte einer Betreuerin sogar gesagt: „Mir gruselt es.“

Zu einem Kleinkind-Schock kam es auch, als ein Dreijähriger nur mit Badelatschen und Windeln an alleine durch Braunschweig irrte, wie nordbuzz.de* berichtet.

Frauen haben Wunsch - doch Gericht entscheidet anders

Der große Wunsch der beiden Frauen war es, dass der Mann sich künftig von dem Gelände fernhält. Auferlegt wurde ihm dies vom Gericht allerdings nicht. Offen ist, ob er in seine Wohnung zurückkehren wird. Der 77-Jährige war erst wenige Tage vor der Verhandlung wegen einer Lungenentzündung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Derzeit lebt er in einer Kurzzeitpflege. „Wie es dann weiter geht, ist noch offen“, berichtete der Sohn des Puchheimers. Sein Vater baue massiv ab. sus

Ein Fall aus Olching sorgte im vergangenen Jahr für Aufsehen: Ein junger Mann soll sich in einem Waldstück in Olching drei Mädchen in sexueller Absicht genähert haben, berichtet Merkur.de*. Viele Schulkinder dürften gar nicht begeistert sein. Ein Unbekannter hat auf ihrem Spielplatz in München ein Klettergerüst angezündet (Merkur.de*). Holger B. wollte unbedingt die Fachoberschule in Fürstenfeldbruck besuchen – obwohl er in Kösching wohnt. Jetzt streitet er um die Fahrkosten: zwischen 6000 und 8000 Euro, berichtet Merkur.de*.

*nordbuzz.de und Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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