Puchheimer Rathaus

Bürgerbüro zieht in den Sitzungssaal

Eigentlich werden im Sitzungssaal politische Entscheidungen getroffen, wenn der Stadtrat tagt. Momentan beantragen die Puchheimer hier aber neue Pässe und regeln Meldeangelegenheiten. Der Grund: Das Bürgerbüro wird umgebaut. Darum ist man in den großen Saal umgezogen.

Puchheim– Für Rita Burkhard waren die vergangenen Arbeitswochen mit viel Stress verbunden. Aus Platzmangel wird das Einwohnermeldeamt vergrößert. Für die Leiterin des Bürgerbüros und ihre Kolleginnen bedeutete das: Zuerst arbeiten auf halbem Raum, dann Umzug in den Sitzungssaal. Mittlerweile hat sich die Lage wieder entspannt, doch einige Umstellungen gibt es nach wie vor.

Bereits im April liefen die Umbaumaßnahmen im Rathaus an. Zuerst wurde das Bürgerbüro mit einer Rigipswand um die Hälfte verkleinert. „Auf der einen Seite des Raumes wurde renoviert. Auf der anderen mussten wir arbeiten“, erzählt Burkhard. Da seien längere Wartezeiten nicht zu verhindern gewesen, so die Beamtin. Aber nicht nur für die Bürger war die Situation nervenaufreibend. Besonders betroffen waren die Mitarbeiterinnen im Passamt. „Die Lärmbelastung war zeitweise sehr hoch. Für die Kolleginnen war das schon stressig“, sagt Martin Lehner, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit.

Nötig wurde der Umbau, weil der Andrang der Puchheimer in den Räumlichkeiten nicht mehr zu handhaben war. „Die Bewohnerzahl steigt immer weiter an, aber das Meldeamt ist bisher nicht mitgewachsen“, so Lehner. Deshalb wird auch die Mitarbeiterzahl aufgestockt. Statt drei Vollarbeitsplätzen wird es zukünftig fünf geben. „So soll der Parteiverkehr auseinandergezogen werden“, erklärt der Rathausmitarbeiter.

Seit kurzem befindet sich das Bürgerbüro nun im Sitzungssaal. Für den Umzug wurde, gemeinsam mit dem großen Bauhofteam, die Einrichtung in rund 20 Kisten gepackt. „Wir haben lang nicht alles mitgenommen“, sagt Burkhard. Stadtratsitzungen könne man nun allerdings nicht mehr in dem Saal abhalten. „Das ist natürlich mit Bürgermeister Norbert Seidl abgesprochen. Bis auf weiteres finden keine Meetings statt“, so die Passamtleiterin.

Ende Juni komme allerdings noch eine Herausforderung auf das Rathauspersonal zu. Dann steht eine Trauung mit rund 80 Personen im Sitzungssaal an. „Wir müssen den Bereich abtrennen. Dann geht das schon“, ist sich Burkhard sicher.

Dass der Umbau nicht einfach wird, war allen Beteiligten klar. Mittlerweile ist die Situation aber schon angenehmer. Burkhard freut sich trotzdem bereits darauf, wenn das neue Büro Mitte Juli fertig wird. „Es wird viel größer und moderner.“ (amü)

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