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Ur-Grüner und Ur-Puchheimer: Manfred Sengl.

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl 2020: Er geht zum zweiten Mal ins Rennen um das Bürgermeisteramt

Schon einmal hat es der Grüne Manfred Sengl wissen wollen. Damals scheiterte er. Jetzt soll es besser laufen. Vor allem, weil sich die Grünen gerade im Aufwind befinden.

Puchheim – Manfred Sengl nimmt einen zweiten Anlauf für die Wahl zum Bürgermeister von Puchheim im Frühjahr 2020. Vor acht Jahren war der promovierte Lebensmittelchemiker deutlich gescheitert, bekam lediglich 16,4 Prozent der Stimmen. Nun teilte der 58-Jährige den Mitgliedern seines Ortsverbandes mit: Er will es noch einmal wissen. Dafür gab es Applaus. Offiziell nominiert wird der Kandidat voraussichtlich am 15. November.

Bei seiner Vorstellung beschrieb Sengl sein Motto folgendermaßen: „Nachdenken, argumentieren, entscheiden“ und „vor dem Reden Denken“. Er kennt die Stadt von klein auf, ist hier geboren und lebt hier bis heute mit seiner Ehefrau. Sengl ist seit Jahren in Führungsposition im Landesamt für Umwelt tätig, nähert sich der Rente, seine beiden Kinder sind erwachsen. Er könnte sich ein schönes Leben machen, sagte er. Aber er will noch mehr.

Manfred Stengl: Bereits seit 13 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv

Seit 40 Jahren engagiert sich Sengl für die Grünen. 2006 zog er in den Stadtrat ein. Er habe einiges erreicht, aber die Möglichkeiten seien begrenzt. 2008 wurde er zum Vorsitzenden des Umweltbeirates gewählt. Er war Mitinitiator des Bürgerbegehrens gegen den Golfplatz, das scheiterte. „Weil keine Waffengleichheit geherrscht hat“, erläuterte Sengl. Auf Druck des damaligen Bürgermeisters Herbert Kränzlein sei er von einer Podiumsdiskussion ausgeladen worden.

Aber er habe sich erfolgreich gegen illegale Bauschuttablagerungen auf dem Golfplatzgelände eingesetzt. Stark gemacht habe er sich auch für das (ebenfalls gescheiterte) Geothermie-Projekt. Der Grünen-Politiker kämpft außerdem seit Jahren für den Ausbau der S 4.

Am Herzen liegt ihm eine kontrollierte Stadtentwicklung, es sollen keine neuen Wohngebiete ausgewiesen werden. Das Böhmerweihergelände, das wegen der Einführung der Leinenpflicht im Gespräch war, soll nur im westlichen Teil zum Naherholungsgebiet ausgebaut werden – der östliche Teil soll geschützt werden. Das sind auch Punkte aus dem Wahlprogramm. Eine zentrale Forderung lautet: flächendeckend Tempo 30 in der Stadt einführen (ausgenommen Kreis- und Staatsstraßen).

Sein Wahlprogramm

Die Grünen wollen unter anderem den Busverkehr ausbauen und an der Nordseite des Bahnhofs ein zweistöckiges, teils unterirdisches Parkhaus für Radler errichten. Eine Unterführung an Josef-/Lager-/Lußstraße lehnen sie ab. Energiesparendes Bauen soll gefördert, Bäche renaturiert werden. Eine ausdrückliche Absage gibt es zu Laubbläsern und -saugern und einem neuen Gewerbegebiet. Die Grünen wünschen sich die Umsetzung der Photovoltaikanlage und den Erlass einer Baumschutz- und Freiflächengestaltungssatzung.

Alle News und Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite. 

von Susanne Schwind

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