Marianne Schuonhat die Nachbarschaftshilfein Puchheim verlassen

Nachbarschaftshilfe Puchheim

Chefin verlässt Sozialdienst

Die Nachbarschaftshilfe Puchheim verliert ihre langjährige Geschäftsführerin. Marianne Schuon hat den Sozialdienst aus privaten Gründen verlassen.

Puchheim – Viele Jahre war die 59-jährige in der Nachbarschaftshilfe aktiv. Eigentlich ist sie gelernte Diplom-Bibliothekarin. Doch nach der Geburt ihrer drei Kinder war es schwierig für sie diesen Beruf auszuüben. Als sie dann in den 90ern von München nach Puchheim zog, suchte sie Kontakt und wurde 1995 in der Nachbarschaftshilfe aktiv. Zunächst ehrenamtlich in der Ferienbetreuung für Kinder, wechselte sie wenig später ins Büro der Nachbarschaftshilfe und wurde 1997 zur stellvertretenden Geschäftsführerin. Sechs Jahre später übernahm sie das Amt von ihrer Vorgängerin Ingrid Kroppen.

In den Jahren ihrer Leitung hat sich viel getan bei der Nachbarschafthilfe. So wurde um die Jahrtausendwende die Mittagsbetreuung für Grundschulkinder aufgebaut. Mittlerweile haben sich die Bedürfnisse der Eltern geändert, in zahlreichen Familien sind beide Elternteile berufstätig und die Kinder müssen auch am Nachmittag betreut werden.

Größer geworden ist das Engagement der Nachbarschaftshilfe auch im Kleinkinderbereich. Am Fröbelweg hat der Sozialdienst bereits seit Jahren Kindergartenkinder betreut, 2008 aber wurde ein fünfgruppiges Haus für Kindergarten- und Krippengruppen gebaut. Enorm gewachsen ist auch der Bereich der Krankenpflege – von rund 50 Patienten in Schuons Anfangszeit auf derzeit rund 100.

2007 kam eine weitere große Aufgabe auf den Sozialdienst zu. Gemeinsam mit der Volkshochschule wurde das Mehrgenerationenhaus ZaP ins Leben gerufen. „Ein sehr schönes Angebot“, schwärmt Schuon. Die im „Zentrum aller Puchheimer“ tätigen 60 ehrenamtlichen Helfer bieten dort zahlreiche Angebote, darunter Hausaufgabenhilfe, Cafebetrieb, Sprachstammtische, Vorträge und Feste an.

Organisiert werden mussten aber auch die weiteren Angebote der Nachbarschaftshilfe wie Flohmärkte für Spielzeug, Kleidung und Bücher, Theaterfahrten, die Schulsozialarbeit an der Mittelschule, die Ferienbetreuung für Grundschüler, die Kinderparks, Essen auf Rädern sowie die Kranken-, Alten- und Familienhilfe. Insgesamt sind 100 festangestellte und 200 ehrenamtliche Mitarbeiter beim Sozialdienst aktiv. „Es war eine tolle Zeit bei der Nachbarschaftshilfe“, schwärmt Marianne Schuon. „Ich habe viel gelernt, auch dank zahlreicher Fortbildungen.“ Zudem sei sie durch ihr Engagement schnell heimisch geworden.

Momentan leitet Schuons Stellvertreterin Isabella Brähler die Geschäfte. Langfristig wird die Stelle neu ausgeschrieben.  sus

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