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Verkehrsüberwachung in Zeiten der Pandemie

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Polizist verteilt Strafzettel
Ein Polizist druckt einen Strafzettel aus. © Beispielfoto: picture alliance /dpa/Symbolbild

Obwohl weit weniger Autos unterwegs waren, hat das erste Corona-Jahr 2020 für keinen großen Einnahmen-Ausfall bei der Verkehrsüberwachung gesorgt.

Puchheim – Wie ein jetzt vorgelegter Bericht zeigte, sank das Defizit bei der gewöhnlichen Parküberwachung gegenüber dem Vorjahr deutlich, bei den Geschwindigkeitsmessungen wurde dagegen sogar ein leichtes Plus gemacht. Bei der Art der Verstöße gab es wenig Veränderungen.

400 Verwarnungen weniger

Die Park-Politessen einer privaten Verkehrsüberwachungsfirma in Diensten der Stadt mussten (oder konnten) im vergangenen Jahr nur noch gut 2200 Verwarnungen ausschreiben, 2019 waren es noch über 400 mehr. Dass der ruhende Verkehr in Zeiten des coronabedingten Lockdowns wirklich ruhte und Fahrzeuge kaum bewegt wurden, wird im Ordnungsamt als Hauptgrund für diese bessere Bilanz gesehen. Dennoch betraf ein Drittel der Fälle sogenannte Parkzeitverstöße, also abgelaufene oder gar nicht eingestellte Parkscheiben – hier kam es auch zu einer Steigerung um 20 Prozent. Schwerpunkt der Verstöße war die Lochhauser Straße. Die Einschränkungen im neuen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich galten zwar schon im Vorjahr, Übertretungen wurden aber in einer mehrwöchigen Übergangszeit bis Anfang 2021 noch nicht geahndet.

2538 Mal wurden Temposünder geblitzt – auch wenn kein Blitz mehr zu sehen war. Die meisten (472) wurden auf der Allinger Straße entlang von Gutshof und PUC mit der Beschränkung auf 30 Stundenkilometer gezählt, nur unwesentlich weniger waren es auf der kurzen Lußstraße.

Zu schnell im verkehrsberuhigten Bereich

Prozentual die meisten – mit einem Anteil von fast einem Drittel aller Fahrzeuge – waren im verkehrsberuhigten nördlichen Endstück der Allinger Straße zu schnell unterwegs. Hier musste man aber nicht rasen, um über der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit zu liegen. Unauffällig waren die Bürgermeister-Ertl-Straße als Schulweg und die Eichenauer Straße, auf der nach den Eindrücken einiger Anwohner nicht nur zu schnell, sondern – von Posern und Tunern – auch zu laut gefahren wird. Dezibel-Messungen hat die Verkehrsüberwachung allerdings noch nicht im Programm.

Durch die 400 Messstunden wurden rund 57 300 Euro eingenommen, 100 Euro mehr als an Ausgaben aufliefen. Dieser kleine Gewinn spricht entweder für sorgfältig ausgesuchte Messstellen oder besonders eilige Puchheimer und Durchreisende oder für beides. Im Durchschnitt erreichen die sieben beteiligten Kommunen des Zweckverbandes zur Geschwindigkeitsüberwachung, darunter die meisten Kommunen im Landkreis-Osten, nur einen Deckungsgrad von 77 Prozent. OLF PASCHEN

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