Roswitha Fischer ist ausgebildete Pädagogin.
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Roswitha Fischer ist ausgebildete Pädagogin.

Puchheim

Das wünscht sich die neue Chefin des Mehrgenerationenhauses

Puchheim – Das Mehrgenerationenhaus ZaP an der Heussstraße hat seit wenigen Tagen eine neue Chefin. Als Nachfolgerin von Susanne Barthel, die auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist, führt Roswitha Fischer das „Zentrum aller Puchheimer“.

Die ausgebildete Pädagogin lebt zwar in Puchheim, hatte ihren beruflichen Mittelpunkt aber bisher in Gröbenzell. Dort leitete sie die letzten 22 Jahre die Seniorenbegegnung des Sozialdienstes. Zuvor war sie auch einige Jahre Chefin des dortigen Jugendzentrums. In ihrer Heimatstadt ist die 57-jährige Mutter zweier erwachsener Kinder vor allem als katholische Pfarrgemeinderatsvorsitzende bekannt.

In dieser Funktion hatte sie zwar gelegentlich mit dem ZaP zu tun, etwa bei der Vorbereitung des „Fests der Kulturen“, betritt ansonsten aber viel Neuland. Jetzt, wo der Betrieb ruht, ist erst mal Gelegenheit zum „Sondieren“. Etwa die mehrere Dutzend Ehrenamtlichen ansprechen, die eigentlich das Programm im Haus machen. Manche, so die Sorge auch beim Trägerverein, der Nachbarschaftshilfe, könnten durch die Corona-Pause endgültig abgesprungen sein. Außerdem will Fischer Kontakt zu anderen Einrichtungen suchen, „um nicht was hochzuziehen, was es eh schon gibt“. Dass beispielsweise das Quartiersmanagement für die Planie ähnliche Angebote hat, ist kein Geheimnis.

Das ZaP gilt trotz seiner beschränkten Räumlichkeiten als sehr lebendiger Ort der Begegnung. Es gibt Hausaufgabenbetreuung und Sprachkurse, Computer-Nachhilfe und Fahrradwerkstatt. Zu einiger Bekanntheit hat es auch die Strick- und Häkelgruppe gebracht, die Socken, Schals und Pulswärmer produziert.

Finanziert wird das 13 Jahre alte Mehrgenerationenhaus vor allem aus Bundesmitteln, wurde in der Vergangenheit aber auch von der Stadt immer großzügig unterstützt. Allerdings wurde auch in Stadtratsgremien zuletzt die Frage aufgeworfen, ob das ZaP wirklich Zentrum aller Puchheimer ist oder eher Zentrum aller möglicher Planiebewohner. Neuerdings ist ein Umzug an eine zentralere Stelle, auf die andere Bahnseite, im Gespräch. Auch von dem Konzept zur künftigen Ausrichtung, das derzeit in Arbeit ist, wird abhängen, ob das Mehrgenerationenhaus dann eigenständig bleibt oder in einem größeren sozialen Gemeinschaftshaus aufgeht.  op

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