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Das Siegerfoto

Wettbewerb in Puchheim

Ein Foto für den Freund hat gewonnen

Mit der Kamera die Stadt erkunden und ihre Verschiedenartigkeit einfangen – das war die Idee eines Fotowettbewerbs der Puchheimer VHS. 21 Hobby-Fotografen nahmen die Herausforderung an. Gewonnen hat schließlich ein Foto, zu dem es eine rührende Geschichte gibt.

Puchheim – Michael Bloech hat das Foto geschossen, das mit dem ersten Preis – einem VHS-Gutschein über 100 Euro – ausgezeichnet wurde. Es zeigt ein Hochhaus in der Planie, grau und abweisend, schräg von unten in Schwarz-Weiß aufgenommen. Die Jury war von der Komposition und Perspektive beeindruckt – und von der Atmosphäre, die das Bild vermittelt. „Es zeigt die Höhe des Gebäudes und auch das Bedrohliche, das in einem Hochhaus stecken kann“, lobte der Jury-Vorsitzende und VHS-Vorstand Erich Hage bei der Preisverleihung und Vernissage.

Michael Bloech

Michael Bloech lebte noch nicht lange in Puchheim, als die Aufnahme entstand. Sie wurde Teil eines Fotobuchs, das er für einen Freund anfertigte, um ihm die Stadt in ihren vielen Facetten vor Augen zu führen – in der Hoffnung, „sein Herz zu wecken“, wie der 64-Jährige erzählte. Denn dieser Freund überlegte, nach ewigen Zeiten seine Zelte in Puchheim abzubrechen – ausgerechnet, als Bloech gerade hergezogen war. Das wollte Bloech unbedingt verhinendern, sein Freund sollte in seiner Nähe bleiben. Seine Strategie ging tatsächlich auf: Die gespannte Frage der Vernissage-Besucher, ob es denn geklappt habe und der Freund geblieben sei, konnte Bloech bejahen.

Dass man in Puchheim wohnen und zugleich Kultur genießen kann, hat Friedrich Hartl zu seinem Foto inspiriert und ihm den zweiten Platz eingebracht. Geschickt verbindet er in dem Bild ein Wohngebäude mit dem Kulturzentrum PUC. Gereizt hat den gebürtigen Puchheimer dabei vor allem „die stimmige Architektur“ – das gebogene Dach des Mietshauses harmoniere perfekt mit den Wölbungen des PUC.

Eine „fotografische Delikatesse“ geschaffen zu haben, bescheinigte die Jury dem dritten Sieger, Mario von Seelstrang. Er hatte eine von insgesamt nur drei Detailaufnahmen eingereicht. „Und zwar die beste“, lobte Jury-Vorsitzender Hage. Das Bild von einigen Balkonen eines Mehrfamilienhauses am Alois-Harbeck-Platz entstand bei einem Spaziergang mit der Kamera.

Auf der Suche nach Fotomotiven lief der Hobbyfotograf mit geschärftem Blick durch die Stadt und entdeckte Dinge, die ihm vorher noch nie aufgefallen waren – wie zum Beispiel die Farben der Balkone, die grafischen Linien des Gebäudes und den Ahorn davor. „Man geht so oft daran vorbei und sieht die Details nicht“, so von Seelstrang.

Insgesamt schafften es 18 von 59 Fotos in die Endausscheidung. Sie zeigen die vielen Gesichter Puchheims – mal als romantische Schnee-Szene, dann wieder als strenge Fassade, verfallenen Bauernhof oder grauen Wohnblock mit wenigen Farbakzenten. Unter den Bildern sind auch Arbeiten von Schülerinnen der Puchheimer Mittelschule, die im Rahmen der Ganztagsbetreuung entstanden. (Ulrike Osman)

Foto-Ausstellung

Die besten Bilder gibt es im Bürgertreff zu sehen.

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