Sind begeistert vom Puchheimer Wandkalender: (v.l.) Emilie Mühlbauer von der gleichnamigen Druckerei, Buchhändlerin Nicola Bräunling, Herausgeber Wilhelm Kick und Fotograf Georg Johannes Miller. Foto: Peter Weber

Premiere 

Erster Puchheimer Wandkalender zeigt die Schönheit der Stadt

Puchheim – Die schönsten Motive Puchheims kann man sich jetzt auch an die Wand kleben, stecken oder nageln. Zu verdanken ist das dem Journalisten und Fotografen Georg Johannes Miller, der den ersten Puchheimer Wandkalender zusammengestellt hat.

Zusammen mit dem Herausgeber Wilhelm Kick präsentierte der 64-Jährige sein Werk nun in der Buchhandlung Bräunling. Dort werden die „Puchheimer Kalenderblätter 2017“ in einer Auflage von 1000 Stück exklusiv verkauft.

Wer atemberaubende Bilder – zum Beispiel Schnappschüsse mit besonderen (Licht-)Effekten, spektakuläre Detailaufnahmen oder Fotos aus ungewöhnlicher Perspektive – sucht, wird vergeblich durch die Kalenderseiten blättern. Miller setzt stattdessen auf die natürliche Schönheit der Motive im Lauf der Jahreszeiten. So schmückt die Januarseite beispielsweise ein idyllisches Winterfoto vom Böhmerweiher, im März grünt es rund um den Weiher bei den Bürgerstuben und im Oktober zeigt der Fotograf die herbstliche Pappelallee, deren Boden bereits von zahlreichen gelb-goldenen Blättern bedeckt ist.

Für die Motivsuche und die Auswahl der Fotos hat sich Miller, der aus dem Allgäu stammt, 2011 nach Puchheim zog und mittlerweile in Gröbenzell wohnt, viel Zeit gelassen. Insgesamt fünf Jahre vergingen von der Idee, einen Kalender zu gestalten, bis zu dessen Veröffentlichung.

„Wenn ich das ganz schnell gemacht hätte, dann wäre nicht dieser Kalender herausgekommen, der jetzt vorliegt“, sagt Miller. Bei der Fertigstellung ging es ihm auch nicht um Schnelligkeit, sondern – ganz im Gegenteil – um Entschleunigung. „Für mich war die zentrale Frage: Wie kann man den Bildern eine Seele geben?“, erzählt der Künstler.

Für seine Fototouren hat der 64-Jährige keinen Meter mit dem Auto zurückgelegt. Entweder war er zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. „Ansonsten hätte ich viele reizvolle Blickwinkel ja gar nicht entdecken können.“ Seine Fotos sollen die Puchheimer nun animieren, es ihm gleich zu tun und bewusst die Schönheiten der Umgebung wahrzunehmen, erklärt Miller: „Geht doch raus und wandert auf den Spuren dieser Kalenderblätter.“

von Stefan Weinzierl

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