Werben für regionale Lebensmittel (v.l.): Alfred Wagner , Rita Multerer (Vorsitzende Brucker Land), Julia Seiltz, Udo und Moritz Klotz sowie Hans Kraut.
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Werben für regionale Lebensmittel (v.l.): Alfred Wagner , Rita Multerer (Vorsitzende Brucker Land), Julia Seiltz, Udo und Moritz Klotz sowie Hans Kraut.

Unser Land

Fairbraucher-Kampagne startet: Klimaschutz im Einkaufskorb

  • Kathrin Böhmer
    VonKathrin Böhmer
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Klimaschutz kann so einfach sein, zumindest wenn es nach „Unser Land“ geht. Das geht schon beim Wocheneinkauf los, wenn man auf die Herkunft der Lebensmittel achtet.

Puchheim – „Wir denken, dass jeder eine Kleinigkeit dazu beitragen kann und wir so Großes erreichen“, erklärt Geschäftsführerin Julia Seiltz. Um den Kunden das wieder ins Bewusstsein zu rufen, läuft derzeit eine Kampagne mit dem Titel „Fairbraucher“. Was dahinter steckt, wurde nun im AEZ-Markt an der Lochhauser Straße in Puchheim vorgestellt.

Auf einem Stand neben der Obst- und Gemüseabteilung werden noch bis Ende Oktober Eier, Kartoffeln, Nudeln und einiges mehr präsentiert. Dazu liegen Flyer aus. Sie informieren etwa über die Transportwege. So legt der Honig 40 Kilometer von der Imkerei zum Lager zurück, weitere 40 Kilometer in den Einzelhandel und dann noch wenige Kilometer auf den heimischen Frühstückstisch.

Wert auf Regionalität

„Wir legen größten Wert auf Regionalität durch die ganze Kette“, betont Seiltz. Soja etwa werde als Futtermittel vor Ort angebaut. Das spare CO2 und schütze die Umwelt. Transparenz gehöre zur Marke, ebenso wie die Fotos auf den Produkten, die die Erzeuger zeigen. Oder anders gesagt: „Wenn der Herr Kraut von der Kartoffeltüte strahlt, weiß jeder, sie kommen aus Emmering“, sagt die Geschäftsführerin.

Herr Kraut, das ist Landwirt Hans Kraut. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern von Brucker Land, der Keimzelle von Unser Land, ebenso wie Landwirt Alfred Wagner aus Gernlinden. Kraut ist überzeugt: „Für die Bio-Landwirte hat es Brucker Land leichter gemacht.“ Allerdings: Brucker Land bedeutet nicht gleich Bio, wie manche Kunden denken. Der Fokus liege auf Regionalität. Dennoch gebe es klare Richtlinien, so die Geschäftsführerin Seiltz. Mittlerweile folgen diesen zehn Solidargemeinschaften.

Bei dem Termin im AEZ stellte sich noch heraus, dass es ein Jubiläum zu feiern gibt. Die Zusammenarbeit mit den AEZ-Supermärkten besteht nunmehr seit 25 Jahren. Damals begann es mit Honig, Milch und Mehl, die Solidargemeinschaft wollte dahin, wo die meisten Kunden sind. Mittlerweile sind insgesamt 120 Produkte (je nach Jahreszeit) im Sortiment.

Für AEZ-Geschäftsführer Udo Klotz ist die Kooperation von großem Erfolg geprägt. „Die Kunden wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen“, sagt er. Derzeit stehe man mit einem weiteren lokalen Erzeuger in Alling in Verhandlung, ergänzt Moritz Klotz, Sohn von Udo Klotz und ebenfalls Geschäftsführer. Das Netzwerk wächst also weiter.  gar

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