Großeinsatz in der Kennedysiedlung: Die Feuerwehr Puchheim-Bahnhof erkundete mit schwerem Atemschutz das Treppenhaus.
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Großeinsatz in der Kennedysiedlung: Die Feuerwehr Puchheim-Bahnhof erkundete mit schwerem Atemschutz das Treppenhaus.

Großeinsatz am zweiten Weihnachtsfeiertag

Kinderwagen in Brand gesteckt: 60 Bewohner aus Haus in Puchheimer Kennedysiedlung evakuiert

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
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Wieder hat es in der Kennedysiedlung in Puchheim gebrannt und wieder brach das Feuer in einem Kinderwagen aus. 60 Bewohner mussten evakuiert werden.

  • Großeinsatz am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Kennedysiedlung in Puchheim: Gegen 22.50 Uhr ging der Alarm ein.
  • Fest steht derzeit: Jemand hat einen Kinderwagen angezündet - absichtlich.
  • Ob ein Zusammenhang zu früheren Fällen besteht, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Puchheim – Am späten Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages gab es einen Großeinsatz in der Puchheimer Kennedysiedlung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei hat jemand absichtlich einen Kinderwagen im Treppenhaus in Brand gesteckt. Die Flammen griffen auf das Gebäude über. Die Feuerwehr musste rund 60 Bewohner evakuieren. Verletzt wurde niemand, der Schaden liegt jedoch bei etwa 100 000 Euro.

Gegen 22.50 Uhr gingen mehrere Notrufe ein: Feuer in einem mehrstöckigen Wohnhaus an der Kennedystraße. Die Feuerwehr Puchheim-Bahnhof rückte aus –mit Unterstützung aus Eichenau, Germering und Fürstenfeldbruck sowie der Kreisbrandinspektion und des THW. Auch Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, quoll bereits dunkler Rauch aus dem Treppenhaus. Die Feuerwehr betrat das Gebäude mit schwerem Atemschutz und holte die Bewohner heraus – zwölf davon über die Drehleiter. Auf einem Sammelplatz vor dem Nachbargebäude wurden alle untersucht.

Bewohner konnten nach kurzer Zeit wieder in ihre Wohnungen zurück

Wie sich vor Ort herausstellte, hatten die Bewohner den Brand bereits gelöscht. Die Feuerwehr entlüftete das Treppenhaus und kontrollierte alle betroffenen Wohnungen. Nach relativ kurzer Zeit konnten alle Bewohner wieder in ihr Heim zurückkehren.

Für die Polizei geht die Arbeit aber erst los. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Kinderwagen absichtlich entzündet wurde“, erklärt Polizei-Sprecher Andreas Aichele auf Tagblatt-Nachfrage. Was genau passiert ist, ob etwa ein Brandbeschleuniger benutzt wurde, ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Zu prüfen wird auch sein, ob ein Zusammenhang zu früheren Fällen besteht: Vor knapp zwei Jahren wurden gleich mehrere Kinderwagen abgefackelt.  

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