Georg Baptist leitet das PuchheimerGymnasium.

SChulmodell wird fortgesetzt

Gymnasiasten dürfen sich weiter Zeit lassen

Für viele Schüler bedeutet das G 8 viel Stress und wenig Zeit für Hobbys. Um ihnen mehr Zeit für sich zu ermöglichen, wird am Gymnasium Puchheim bereits seit zwei Jahren die Mittelstufe plus angeboten.

Puchheim – Das Modell der Mittelstufe plus bietet den G 8-Schülern die Möglichkeit, die achte bis zehnte Jahrgangsstufe in vier statt drei Jahren zu absolvieren. Die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G 9) in ganz Bayern bleibt nicht ohne Folgen für diese Mittelstufenvariante.

Die Umstellung ist aufwachsend in den Jahrgangsstufen fünf und sechs im Schuljahr 2018/19 geplant. Die im September übertretenden Schüler sind bereits vom neuen System betroffen. Konkret bedeutet das: Ab dem kommenden Schuljahr gibt es für die neuen Fünftklässler und alle nachfolgenden Jahrgänge keine Wahlmöglichkeit mehr zwischen dem acht- und dem neunjährigen Gymnasium.

Auch die Mittelstufe plus ist für sie nicht mehr möglich. „Darauf wurden alle Eltern bei der Einschreibung hingewiesen“, erklärt Georg Baptist. Im ersten Jahr gäbe es allerdings noch keine Unterschiede zur kürzeren Lernzeit, verspricht der Schulleiter.

In Puchheim wird in den folgenden drei Jahren trotzdem auch das Pilotprojekt Mittelstufe plus fortgesetzt, um den jetzigen Fünft-, Sechst- und Siebtklässlern, die noch nicht vom zukünftigen G 9 betroffen sind, auf Wunsch eine neunjährige Schulzeit zu ermöglichen. „Das Projekt wird weitergeführt, bis ein lückenloser Anschluss an das neue Gymnasium erreicht ist.“ Die Zustimmung zu dem Pilotprojekt ist groß. „Die ganze Schulfamilie ist sehr zufrieden“, sagt Baptist.

Das zeige auch die Nachfrage der Schüler. Im ersten Jahr seien es 57 Prozent und im zweiten Jahr sogar schon 67 Prozent gewesen, die sich für die vierjährige Mittelstufe entschieden haben. „Für das kommende haben sich rund 80 Prozent der Siebtklässler für die Mittelstufe plus eingetragen“, erzählt der Schulleiter und fügt an: „Es bedeutet einfach weniger Stress für die Jugendlichen.“

Um besonders begabten Schülern die Möglichkeit zu gewähren, trotz des neuen Systems bereits nach acht Jahren das Abitur zu schreiben, soll es einen sogenannten Schnellzug geben. Dabei wird laut Baptist eine Jahrgangsstufe übersprungen. „Vermutlich wird es die elfte Klasse sein“, erklärt der Direktor. Die Überarbeitung der Lehrpläne stehe aber noch aus. Viele Entscheidungen werde man erst in den kommenden Wochen und Monaten treffen, vermutet Baptist. „Solch ein Systemwechsel ist doch sehr kompliziert.“ (amü)

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