Hier kann jeder zum Gärtner werden

Puchheim – Pflanzen, ernten, genießen: So lautet das Motto des Projekts „Stadtbeete“, das die Stadt Puchheim heuer ins Leben gerufen hat. Damals wurden die Ideen noch unter dem Namen „Essbare Stadt“ zusammengefasst. Aber nicht nur beim Namen hat sich in den letzten Monaten einiges getan.

Im Zentrum des Projekts steht dabei die Motivation, die Puchheimer bei der gemeinsamen Gartenarbeit zusammenzubringen. Sie sollen sich so auch besser mit der Stadt identifizieren. Dementsprechend können sich die Bürger auf viele Arten an den Stadtbeeten beteiligen. Kinder, Erwachsene, angestammte Puchheimer und Asylbewerber stecken ihre Kräfte ins gemeinsame Gärtnern.

In Big Bags wachsen Früchte

Einige Kinder haben so genannte Big Bags bemalt und bepflanzt, große Pflanzsäcke mit Sträuchern, die in der Stadt aufgestellt wurden und von denen Passanten Früchte ernten können. Im Garten der Schule Süd wurden ein Hochbeet und eine Kräuterspirale aufgestellt, die die Schüler pflegen. Zwei weitere Spiralen bearbeiten Puchheimer Bürger.

Auch auf dem Bürgeracker beim S-Bahnhof pflegen Kinder der Schule am Gerner Platz eines der drei Hochbeete, die anderen beiden werden von erwachsenen Puchheimern betreut. Der Bürgergarten wartet dabei mit einer Streuobstwiese, einer Blumenwiese, einem Brunnen und weiteren Beteiligungsmöglichkeiten auf. Um den Bürgergarten kümmert sich ein Arbeitskreis, der sich jeden ersten und dritten Dienstag im Monat um 18 Uhr vor Ort trifft. „Natürlich darf hier jeder kommen und mitmachen“, erklärt Monika Dufner von der Stadt Puchheim.

Ein weiteres Zentrum der Stadtbeete ist der Büchlweg, an dem viele Ideen umgesetzt wurden. Der Bürgeracker wird von Kindern und Erwachsenen zum Lernen und Pflanzen genutzt: Hier gärtnern Puchheimer Bürger kostenfrei auf kleinen Parzellen. Drei Flächen haben Kinder aus der Schule Süd mit Kartoffeln bepflanzt. Auf einer weiteren Fläche bauen Kinder aus der Mittagsbetreuung verschiedene Gemüsesorten an.

Bäume pflanzen auf der Hochzeitswiese

Eine weitere Idee ist die „Hochzeitswiese“ am Büchlweg. Ab Herbst können Puchheimer hier Bäume einsetzen und so an besondere Ereignisse erinnern, zum Beispiel an Hochzeiten oder Geburten. Auch die Stadtbienen haben hier ein Zuhause gefunden.

Auf dem Puchheimer Ökomarkt am 25. September werden die Stadtbeete außerdem mit einem eigenen Stand präsent sein und über die Vielzahl an Projekten informieren. Denn: „Wir sind sehr glücklich über das Engagement unserer Bürger“, sagt Monika Dufner von der Stadt. „Wir können aber selbstverständlich weitere Unterstützung brauchen.“ (mmh)

Wissenswertes

zu den Stadtbeeten gibt es auf der Website der Stadt unter www.puchheim.de und bei Monika Dufner vom Umweltamt unter der Nummer (0 89) 80 09 81 58 oder per E-Mail an umwelt@puchheim.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

So funktioniert der Brucker Wunschbaum
Damit die, die nicht so viel haben, auch ein schönes Weihnachtsfest feiern können, organisiert dieses Jahr erneut die Caritas die Aktion Wunschbaum.
So funktioniert der Brucker Wunschbaum
Auto landet im Dorfweiher
Eine 82-Jährige hat am Freitagvormittag um 11 Uhr ihren Nissan Micra aus Versehen in den Biburger Dorfweiher gesteuert. 
Auto landet im Dorfweiher
Korbinian aus Luttenwang
Bei Anna Sophie und Johannes Dittert aus Luttenwang ist die Freude groß, denn kürzlich erblickte ihr erstes Kind das Licht der Welt. Korbinian wog am Tag seiner Geburt …
Korbinian aus Luttenwang
Gräber in Emmering werden nächstes Jahr teurer
 Es war eine schwere Geburt. Doch nach mehreren Beratungen hat sich der Gemeinderat auf neue Friedhofsgebühren geeinigt. Sie gelten ab 1. Januar 2018. Dann werden die …
Gräber in Emmering werden nächstes Jahr teurer

Kommentare