Schock-Nachricht: Schlagerstar Vanessa Mai verletzt sich bei Bühnen-Unfall schwer

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Hier gehen die Anrufe ein. Die Zentrale der Firma Zeiler in Puchheim. foto: weber

In der Zeiler-Zentrale

Hier werden die Ruftaxis koordiniert

Das Ruftaxi hat sich in kurzer Zeit zum Erfolgsmodell entwickelt. Wesentlich mehr Kunden nutzen das Angebot als zunächst gedacht. Ein Besuch an einem Samstagabend in der Zentrale, wo die Transport-Bestellungen koordiniert werden.

PuchheimDorde Radetic ist einer der Koordinatoren in der Zentrale des Ruftaxi-Unternehmers Zeiler. Er sitzt vor zwei Bildschirmen, teilt die Fahrten ein und überwacht sie. Dank GPS kann er genau beobachten, welcher Fahrer gerade wo unterwegs ist. Er weiß beispielsweise dank linkem Bildschirm: Um 22.05 Uhr sollten in Türkenfeld vier Personen abgeholt und zum Brucker Bahnhof gebracht werden. Sie wollen dort in ein anderes Fahrzeug umsteigen und nach Pfaffenhofen an der Glonn weiterfahren. Schaut er um 22.14 Uhr auf seinen rechten Bildschirm, sieht er, dass alles klappt: Das Taxi ist gerade an Kottgeisering vorbeigefahren.

Das Ruftaxi-System greift dann, wenn keine Linienbusse mehr unterwegs sind – also vor allem abends, nachts und an den Wochenenden. Die Nachfrage ist gerade am Samstag und in der Nacht auf Sonntag groß. Kurz nach 22 Uhr steppt in der Zentrale des Unternehmers Zeiler in Puchheim der Bär.

Sechs Mitarbeiter nehmen Anrufe entgegen. 16 Fahrzeuge sind in der Spitze im Einsatz, berichtet Unternehmensleiter Thomas Zeiler. Zwischen 0 und 2 Uhr geht dann alle paar Sekunden ein Anruf mit einer Ruftaxi-Bestellung ein. Bis zu 50 Anrufe nehmen die Mitarbeiter pro Stunde entgegen. Wenn die Discos schließen, zwischen 4 und 5 Uhr morgens, klingelt es wieder anhaltend. Aber auch, wenn beim Online-Versandhändler Amazon die Schicht beginnt, werden die Taxis zum S-Bahnhof nach Olching gerufen, um in das Gewerbegebiet nach Geiselbullach zu fahren.

Das Ruftaxi ist auf Erfolgskurs

Das Ruftaxi ist auf Erfolgskurs: Das betont Hermann Seifert vom Landratsamt, das das Taxi-System mit 1,1 Millionen Euro im Jahr unterstützt.

Seit seiner Einführung im April 2015 seien die Nutzerzahlen kontinuierlich gestiegen, berichtet ÖPNV-Experte Seifert. Allein im vergangenen Oktober wurden 9047 Fahrgäste gezählt. Vor zweieinhalb Jahren, als das RufTaxi aus der Taufe gehoben wurde, waren es monatlich 1782 Kunden.

Von 30 000 Nutzern im Jahr war man bei der Einführung des Ruftaxis ausgegangen, mittlerweile sind es bereits rund 100 000 im Jahr. Vor allem im Bereich Olching/Gröbenzell/Puchheim hat das System zahlreiche Freunde gefunden. In Germering dagegen müsse noch dafür geworben werden – da sei Luft nach oben.

Von Susanne Schwind

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