In die Alte Schule soll neues Leben kommen

Die Alte Schule in Puchheim-Ort ist 115 Jahre alt. Die Räume wurden schon auf diverse Arten genutzt – zum Beispiel von einer Behindertenwerkstatt oder der Gemeindebücherei. Nun sollen wieder Kinder einziehen.

Puchheim – In die 115 Jahre Alte Schule in Puchheim-Ort soll neues Leben kommen. Ein jetzt im zuständigen Stadtrats-Fachausschuss beratenes und im wesentlichen gebilligtes Konzept sieht vor, dass einer der drei Räume im Erdgeschoss zum Kinderpark umfunktioniert wird. Das große Zimmer nebenan soll mit mobiler Bühne und zeitgemäßer EDV-Ausstattung den örtlichen Vereinen mehr Möglichkeiten für Veranstaltungen bieten. Behutsame Umbauten sind außerdem im ganzen Gebäude geplant, etwa in den Toiletten.

Planung für Alte Schule mit Vereinen abgestimmt

Den höchsten Brandschutz-Anforderungen muss die Alte Schule nicht genügen. Bei einer Maximalzahl von neun betreuten Kindern gelten noch nicht die strengen Bestimmungen für einen „Sonderbau“. So darf auch die Holztreppe zum vermieteten Obergeschoss – wenn auch „eingehaust“ – bleiben. Die Planung sei mit den örtlichen Vereinen abgestimmt, betonte Bürgermeister Norbert Seidl.

Normalerweise treffen sich in dem Haus an der Augsburger Straße die „Buachhamer“ und die „Kreativen Ortler“. Auch die Musikschule sowie die Volkshochschule und manchmal auch die Stadt selbst nutzen die Räumlichkeiten.

Die alte Schule war bis Ende der 1960er-Jahre tatsächlich noch Schule, später wurde sie von einer Behindertenwerkstatt und danach von einer Filiale der (Gemeinde-)Bücherei genutzt.

Kinder in der Alten Schule

Dass jetzt wieder Kinder einziehen sollen, wenngleich nur an zwei bis drei Vormittagen pro Woche, entspricht dem mutmaßlichen Bedarf in Puchheim-Ort. Dort musste der bestehende Kinderpark der Nachbarschaftshilfe im vergangenen Jahr sein Domizil in der (neuen) Laurenzer Grundschule räumen. Nachfrage nach dieser Betreuung von Ein- bis Sechsjährigen – mit relativ unkomplizierten Aufnahmeverfahren und Wechselmöglichkeiten unter dem Jahr – gebe es seitdem vermehrt, wusste die Verwaltung.

Als Träger stünde das Brucker Forum zur Verfügung, das auch Personal direkt aus dem Ort gewinnen könnte. Weiterer Vorteil eines Kinderparks aus Rathaus- und wohl auch Eltern-Sicht: Er könnte zu einem Treffpunkt für Mütter und Väter (und Omas und Opas) werden und die Alte Schule mehr als bisher zu einem Begegnungsort machen. Dazu könnte auch eine geplante Neuerung beitragen, die auch den bisherigen Nutzern gefallen dürfte: Eine kleine Küche zum Tee kochen oder um einen kleinen Imbiss zuzubereiten. Sie passt gerade noch unter die Treppe. (op)

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