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Und hoch das Bein! Die Damengruppe zeigt , wie man den Rollator als Tanzrequisit einsetzen kann. Mit dabei ist auch Monika Brettner (Bild oben vorne), die die Gruppe leitet. Der Auftritt ist Teil des Musicals, das der FC Puchheim, genauer gesagt dessen Jazz-Dance-Gruppen, auf die Bühne gebracht haben. Die Darsteller tanzten als Hotelpagen in weißen Hemden und roten Hosenträgern, als Stewardessen in schicken Airline-Uniformen (Bild l.) und als Zimmermädchen mit Besen und Staubtüchern.

FC Puchheim

Jazz-Dancer stellen Musical auf die Beine

Die Musical-Produktionen des FC Puchheim gibt es seit 14 Jahren, und sie sind längst kein Geheimtipp mehr. Zu Recht, denn was die Jazz-Dance-Gruppen des Sportvereins heuer auf die Bühne im Puchheimer Kulturcentrum PUC brachten, verdient – um im Bild zu bleiben – fünf Sterne.

PuchheimDenn der Schauplatz der Story ist ein Hotel. Aber eigentlich ist das egal. Hauptsache, man sah sie tanzen, die vielen verschiedenen Formationen des FC. Die jüngsten Mitwirkenden waren elf Jahre alt, die ältesten „knapp über 60“, wie Regisseurin Monika Brettner augenwinkernd sagt. Sie leitet eine Damengruppe und wirbelte auch selbst im schwarzen Dress und purpurnem Fransen-Röckchen über die Bühne. Wer sich so fit hält, braucht später sicher keinen Rollator. Dafür kann man die Gehhilfe wunderbar als Tanzrequisite einsetzen, ebenso wie den Krückstock, wie die Damenriege demonstrierte.

Aber zurück zur Story des Musicals, das den etwas sperrigen Titel „DU@PUC checkt ein – 1. kommt es anders + 2. ganz gewiss“ trug. Die Freundinnen Lena (Alisia Grimm) und Sophie (Katharina Stöckemann) verbringen Sophies Junggesellinnenabschied im Hotel des chronisch überarbeiteten Felix (Jannik Feierlein). Es gibt Verwirrung um verschwundenes und vertauschtes Gepäck, ein bisschen Drama um Lenas untreuen Freund und eine kurze Beziehungskrise zwischen Sophie und ihrem Zukünftigen. Dazwischen wuseln die angeblichen Hoteltesterinnen Cleopatra (Iris Heuwieser) und Trudie (Evy Zierer) herum, die den beiden Frauen mit Vorliebe ungebetene Ratschläge geben.

Die Handlung war der Klebstoff zwischen den vielfältigen Tanz-Szenen. Die Palette reichte vom klassischen Jazz-Tanz über Contemporary Dance bis hin zu Hip Hop und einer modernen indischen Choreographie – das Ganze zu aktuellen Hits quer durch die Charts, und in pfiffigen Kostümen. Die Mädels tanzten als Hotelpagen in weißen Hemden und roten Hosenträgern, als Stewardessen in schicken Airline-Uniformen, als Zimmermädchen mit Besen und Staubtüchern. Für weitere Abwechslung sorgten drei Gesangseinlagen, mit und ohne Publikumsbeteiligung. Als Katharina Stöckemann und Christiana Bukalo Ed Sheerans „Thinking out Loud“ anstimmten, war das vielleicht der schönste Moment des Abends.

Insgesamt wirkten 77 Leute an dieser siebten Musical-Produktion des FC Puchheim mit. Fast zwei Jahre hatten sie sich vorbereitet. Ein harter Kern aus besonders engagierten Jugendlichen entwickelte gemeinsam mit den Trainerinnen die Story. „Wir brauchen immer einen großen Rahmen, in dem man viele verschiedene Tanzstile unterbringen kann“, erklärt Regisseurin Monika Brettner. Die Dialoge schrieb Evy Zierer, bekannt aus der Schreibwerkstatt der Puchheimer Volkshochschule.

Jazz Dance ist zwar in erster Linie Frauensache, aber Brettner hatte es geschafft, drei Männer-Rollen zu besetzen. Jannik Feierlein, der schauspielern, Gitarre spielen und singen kann, rekrutierte sie in ihrer Nachbarschaft. Die beiden anderen Darsteller spielen Fußball beim FC – und tanzen in der Faschingszeit im Männerballett. (os)

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