Puchheim

131 junge Leute haben jetzt die Mittlere Reife

Puchheim - Von einem „bewegenden Tag“ sprach Schulleiter Herbert Glauz als er die 131 Absolventen der Mittleren Reife der Realschule Puchheim verabschiedete. Denn wie viele von ihnen, hat auch er vor sechs Jahren seine Zeit an der Schule begonnen.

Allerdings gibt es einen Unterschied: Die Schüler gehen, der Schulleiter bleibt. In ihren Ansprachen blickten Vertreter von Schule, Landratsamt und Stadt auf das Eintrittsjahr der Schüler zurück. Damals 2010/11 sorgten Ereignisse wie die Fußball-WM in Südafrika, die Olympischen Spiele oder die Festnahme Osama bin Ladens für Gesprächsstoff. Und heute? In einer virtuellen Welt suchen Pokémon-Jäger nach kleinen Monstern und in einem Zug kommt es zu einer Messerattacke durch einen 17-Jährigen. „Der junge Erwachsene ist in dem selben Alter wie ihr“, mahnte Bürgermeister Norbert Seidl. Er forderte die Schulabgänger auf, ihr Leben sinnvoll zu nutzen und sich einzubringen. Denn junges Potential wird dringend benötigt.

Sei es in einer Ausbildung, auf einer weiterführenden Schule oder in einem Freiwilligen Sozialen Jahr. Besonders gewürdigt wurde das soziale Engagement des Jahrgangs wie etwa bei der Nachmittagsbetreuung, bei den Sanitätern oder im Bereich Fair Trade. Überall haben sich die Schüler eingebracht. Selbst als die Turnhallen der Schule durch Flüchtlinge belegt waren, taten sich gemeinsame schulinterne Asylhelferkreise auf. Auch Schülersprecher Florian Obermann kam zu Wort. Im Laufe der Zeit sei man zu einer großen Familie geworden, meint der Abgänger. „Wir werden die Schule vermissen“, ist sich Obermann sicher. Und noch zwei Dinge seien gewiss: „Über die Schule gibt es viele Vorurteile und die meisten sind dann doch wahr.“ Und dass Lehrer starke Nerven bräuchten, denn leicht hätten sie es in den vergangenen sechs Jahren auch nicht immer gehabt, räumte er ein

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